Aktualisiert

Unfall in MattwilStaatsanwalt erhebt Anklage gegen Jan Ullrich

Grobe Verletzung der Verkehrsregeln und mehrfaches Fahren in fahrunfähigem Zustand: So lauten die Vorwürfe der Thurgauer Staatsanwaltschaft gegen den ehemaligen Radprofi Jan Ullrich.

von
woz
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Am Abend des 19. Mai 2014 hat Ex-Radprofi Jan Ullrich in Mattwil TG einen Unfall verursacht. Zwei Personen wurden dabei verletzt.

Am Abend des 19. Mai 2014 hat Ex-Radprofi Jan Ullrich in Mattwil TG einen Unfall verursacht. Zwei Personen wurden dabei verletzt.

Kapo TG
Jan Ullrich spricht von einem Riesenfehler. Er gibt zu, zu schnell, unaufmerksam und unter dem Einfluss von Alkohol gefahren zu sein.

Jan Ullrich spricht von einem Riesenfehler. Er gibt zu, zu schnell, unaufmerksam und unter dem Einfluss von Alkohol gefahren zu sein.

Keystone/AP/Oliver Fantitsch
Pro Monat kommt es auf der Kreuzung in Mattwil laut Ortsansässigen zu zwei bis drei Unfällen. Die Kreuzung sei berüchtigt: «Hier knallt es dauernd», sagt ein Anwohner.

Pro Monat kommt es auf der Kreuzung in Mattwil laut Ortsansässigen zu zwei bis drei Unfällen. Die Kreuzung sei berüchtigt: «Hier knallt es dauernd», sagt ein Anwohner.

Jeroen Heijers

Der ehemalige deutsche Velorennprofi Jan Ullrich muss im Kanton Thurgau vor Gericht erscheinen. Die Staatsanwaltschaft Bischofszell hat gegen ihn Anklage erhoben im Zusammenhang mit einem Verkehrsunfall im Mai 2014 im Kanton Thurgau.

Am Abend des 19. Mai des vergangenen Jahres war Ullrich nach Angaben der Staatsanwaltschaft vom Freitag im Auto zu schnell und - zum zweiten Mal an jenem Tag - mit Alkohol intus von Happerswil in Richtung Illighausen gefahren. Bei einer Kreuzung in Mattwil fuhr er zuerst einem stehenden Fahrzeug ins Heck.

Ullrich gibt Alkoholeinfluss und hohes Tempo zu

Danach kollidierte Ullrich frontal mit einem entgegenkommenden Fahrzeug. Angeklagt wird er deshalb wegen vorsätzlicher grober Verletzung der Verkehrsregeln und mehrfachen vorsätzlichen Fahrens in qualifiziert fahrunfähigem Zustand, wie es im Communiqué der Staatsanwaltschaft hiess.

Die Anklage erfolgt im abgekürzten Verfahren. Zum Strafantrag machte die Staatsanwaltschaft keine Angaben. Das Höchststrafmass sei eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe von bis zu 180 Tagessätzen, sagte Stefan Haffter, Medienverantwortlicher der Staatsanwaltschaft. Beides könne bedingt oder unbedingt ausgesprochen werden.

Ullrich hatte zugegeben, den Unfall unter Alkoholeinfluss und bei erhöhter Geschwindigkeit verursacht zu haben. Eine Atemluftprobe hatte 1,4 Promille ergeben. Es sei unverzeihlich, dass er sich unter Alkoholeinfluss ans Steuer gesetzt habe, zitierte die Nachrichtenagentur dpa eine Woche nach dem Unfall den 41-Jährigen. (woz/sda)

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