New York: Staatsanwalt fordert Tod für Amokfahrer
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New YorkStaatsanwalt fordert Tod für Amokfahrer

Der Usbeke und IS-Anhänger Sayfullo Saipov tötete letztes Jahr an Halloween mehrere Menschen. Er soll mit dem Tod bestraft werden.

von
roy
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In den Vernehmungen kurz nach der Tat äusserte sich Sayfullo Saipov freimütig über seinen Angriff. «Er sagte, er fühle sich gut angesichts seiner Tat», so die Ermittler.

In den Vernehmungen kurz nach der Tat äusserte sich Sayfullo Saipov freimütig über seinen Angriff. «Er sagte, er fühle sich gut angesichts seiner Tat», so die Ermittler.

AFP/Spencer Platt
Das Tatfahrzeug, mit dem Sayfullo Saipov an Halloween acht Menschen tötete. Neun Tage zuvor hatte der 29-jährige Usbeke ...

Das Tatfahrzeug, mit dem Sayfullo Saipov an Halloween acht Menschen tötete. Neun Tage zuvor hatte der 29-jährige Usbeke ...

AFP/Spencer Platt
... einen Laster der Firma Homedepot gemietet, um die Route bis nach Brooklyn abzufahren, die er nehmen wollte. So weit kam Saipov nicht, er krachte zuvor gegen einen Schulbus.

... einen Laster der Firma Homedepot gemietet, um die Route bis nach Brooklyn abzufahren, die er nehmen wollte. So weit kam Saipov nicht, er krachte zuvor gegen einen Schulbus.

epa/Justin Lane

Knapp ein Jahr nach einem tödlichen Anschlag mit einem Kleintransporter in New York hat die US-Staatsanwaltschaft angekündigt, die Todesstrafe für den Täter fordern zu wollen. Dies geht aus Gerichtsunterlagen hervor, die am Freitag veröffentlicht wurden.

In den Dokumenten argumentierte die New Yorker Anklagebehörde, die Schwere der Tat, die Vielzahl der Opfer, die Wiederholungsgefahr und die mangelnde Reue des Täters rechtfertigten die Todesstrafe für den Usbeken Sayfullo Saipov.

Prozessbeginn in einem Jahr

Saipov hatte an Halloween vergangenen Jahres mit einem gemieteten Pickup in Manhattan acht Menschen getötet und zwölf weitere verletzt, bevor er von einem Polizisten mit einem Bauchschuss gestoppt wurde. Der Usbeke erklärte, er habe im Auftrag der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) gehandelt. Der IS bezeichnete Saipov zudem als einen seiner Gefolgsleute.

Den Ermittlungen zufolge gingen dem Anschlag einjährige Planungen voraus. Saipov habe bewusst den Tag des Halloween-Festes ausgewählt, weil er so viele Menschen wie möglich habe töten wollen. Der Prozess gegen den Usbeken soll im Oktober kommenden Jahres beginnen. (roy/sda)

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