Staatsanwaltschaft München sucht Vermögen von Wirecard-Chef Markus Braun
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UngereimtheitenStaatsanwaltschaft sucht nach Vermögen von Wirecard-Chef

Der langjährige Chef des Skandal-Unternehmens Wirecard Markus Braun sitzt in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft hat Hinweise, dass Braun sein Vermögen verschoben haben könnte.

von
Reto Heimann
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Nach seinem Vermögen fahndet die Staatsanwaltschaft: Ex-Wirecard-CEO Markus Braun.

Nach seinem Vermögen fahndet die Staatsanwaltschaft: Ex-Wirecard-CEO Markus Braun.

imago images/Sven Simon
Die Staatsanwaltschaft hat Hinweise auf verschobene Vermögenswerte.

Die Staatsanwaltschaft hat Hinweise auf verschobene Vermögenswerte.

REUTERS
Konkret geht es um wertvolle Bilder, Mobiliar und eine bisher nicht bekannte Immobilie Brauns.

Konkret geht es um wertvolle Bilder, Mobiliar und eine bisher nicht bekannte Immobilie Brauns.

Peter Kneffel/dpa

Darum gehts

  • Die Staatsanwaltschaft München hat Hinweise, dass der Ex-Wirecard-CEO Markus Braun sein Vermögen verschieben will.

  • Es geht um Bilder, Mobiliar – und eine bisher unentdeckt gebliebene Immobilie Brauns.

  • Braun hat gegenüber den Behörden ausgesagt, seine Vermögenswerte von 75 Millionen Euro seien eingefroren.

Es tut sich etwas im Fall um das deutsche Skandal-Unternehmen Wirecard. Die Staatsanwaltschaft München fahndet nach dem Vermögen des ehemaligen Wirecard-Chefs Markus Braun, der zurzeit im Gefängnis sitzt. Darüber berichtet das «Handelsblatt» (Bezahlartikel).

Die Staatsanwaltschaft hat Indizien, dass Braun Teile seines Vermögens verschoben haben könnte. Konkret geht es um Bilder, die aus seinem Anwesen in Kitzbühel weggeschafft worden seien. Ein Teil des vorgefundenes Mobiliars soll auf Brauns Ehefrau überschrieben worden sein. Zudem liegen der Staatsanwaltschaft offenbar neue Informationen über eine weitere Immobilie in Österreich vor, die Braun gehöre. Braun selbst beteuert, all sein Vermögen in der Höhe von 75 Millionen Euro sei eingefroren.

Wirecard war ein börsenkotiertes deutsches Unternehmen, dass sich auf Lösungen im Bereich Zahlungsabwicklungen und Kreditkarten spezialisiert hatte. 2020 musste Wirecard Konkurs anmelden, nachdem bekanntgeworden war, dass das Unternehmen über Jahre hinweg Bilanzen gefälscht, Aufträge frisiert und Kunden erfunden hatte.

Es geht um 1,9 Milliarden Euro, die spurlos verschwunden sind – genau wie der Top-Manager Jan Marsalek, der seit Beginn der strafrechtlichen Ermittlungen gegen Wirecard untergetaucht ist. Die Polizei fahndet nach ihm, es liegt ein internationaler Haftbefehl vor. Der Fall Wirecard löste in Deutschland einen politischen Skandal aus, der zur Schaffung eines Untersuchungsausschusses im deutschen Bundestag führte. Vor diesem mussten im April auch Bundeskanzlerin Angela Merkel und der deutsche Finanzminister Olaf Scholz antraben.

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