05.06.2014 12:11

Randale in St.Gallen

Staatsanwaltschaft verurteilt YB-Chaoten

Ein Jahr nach den Ausschreitungen von Berner Fans in der AFG Arena wurden die ersten Urteile gefällt. Noch ist unklar, wer den Schaden von 50'000 Franken übernimmt.

von
aki
Der Schaden an den WC-Anlagen beläuft sich auf 50'000 Franken.

Der Schaden an den WC-Anlagen beläuft sich auf 50'000 Franken.

Beim Spiel der Berner Young Boys gegen den FC St.Gallen in der AFG Arena kam es im Mai letzten Jahres zu Tumulten: Maskierte Berner Fans pöbelten gegen Polizisten und demolierten eine WC-Anlage. Gegen 38 YB-Anhänger eröffnete die St. Galler Staatsanwaltschaft in der Folge ein Verfahren.

Wie das Regionaljournal SRF berichtet, wurden fünf der Randalierer jetzt per Strafbefehl verurteilt. Sie bekamen ihr Urteil per Post zugestellt.

Bussen und bedingte Geldstrafe

Vier von ihnen müssen eine Busse zwischen 500 und 800 Franken bezahlen, weil sie vermummt waren. Der fünfte im Bunde bekam eine bedingte Geldstrafe sowie eine Busse von 1300 Franken aufgebrummt, weil er zudem Polizisten bedrohte und mit anderen randalierte.

«Die Ermittlungen waren aufwändig», sagt Natalie Häusler von der Staatsanwaltschaft St. Gallen gegenüber dem Regionaljournal. Mit Hilfe von Fotos und Videoaufzeichnungen sei man den Beschuldigten auf die Schliche gekommen, so Häusler weiter.

FCSG muss Geld eintreiben

Von den 38 verzeigten Personen haben fünf ihre Strafe akzeptiert. In zehn weiteren Fällen kommt es zur Gerichtsverhandlung, weil die Beschuldigten die Strafe nicht hinnehmen. Sechs Verfahren wurden mangels Beweisen eingestellt. Die 17 verbleibenden Fälle sind noch hängig.

Offen ist noch, wer den entstanden Schaden in den WC-Anlagen von rund 50'000 Franken übernimmt. Der FC St. Gallen muss das Geld bei den Verurteilten einforder.

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.