Stade-de-Suisse-Uhr nun zum Ramschpreis

Aktualisiert

Stade-de-Suisse-Uhr nun zum Ramschpreis

Auf rund 20 000 Armbanduhren blieb das Stade de Suisse nach der Eröffnungsfeier sitzen. Ein Teil der «exklusiven» Stadionuhren wird nun im Obi verscherbelt.

«Das nervt mich», sagt YB-Fan A.G. aus Bern. «Ich habe zur Eröffnungsfeier viel Geld für die Uhr bezahlt – und jetzt gibt es sie im Shoppy quasi gratis.» Die Uhr galt bei der Stade-de-Suisse-Gala als Eintrittsbillett.

Preis: 100 Franken. Doch der Fussballtempel brachte viele der 68000 produzierten Uhren nicht los: «Wir mussten uns schliesslich entscheiden, ob wir die 20 000 übriggebliebenen Uhren verschenken oder verkaufen», sagt Geschäftsführer Stefan Niedermaier. «Ich bin dankbar, dass YB-Hauptsponsor Obi uns einen Teil davon abgenommen hat.»

Im Shoppyland Schönbühl werden die Uhren nun für 35 Franken verkauft. «Darin inbegriffen ist der Eintritt für ein Meisterschaftsspiel im Wert von 40 Franken», sagt Sprecher Thomas Bornhauser. «Die Uhren laufen nicht schlecht, bereits sind rund 1000 Stück weg.»

Dass der neue Schnäppchenpreis bei eingefleischten Fans für Unmut sorgt, kann Stefan Niedermaier verstehen: «Letztlich profitiert aber YB, indem mehr Leute ins Stadion kommen.» Denn alle Uhren können online aufgeladen werden und dienen so als Eintrittsticket ins Stadion.

Raffaela Moresi

Gegen Lärm und zu viel Verkehr

Die Gegner der geplanten Grossdisco im Stade de Suisse erheben keine Baubeschwerde. An einem Informationsabend hatten sie das weitere Vorgehen diskutiert, nachdem ihre 350 Einsprachen abgelehnt worden waren. Die Gegner wollen jedoch auf politischem Weg weiterkämpfen. Sie haben beschlossen, eine Interessengemeinschaft zu gründen. Die Interessengemeinschaft Wankdorf soll sich generell gegen den zunehmenden Verkehr und Lärm in den Quartieren wehren. Die Discobetreiber hatten ihr Projekt nach der Einsprachenflut redimensioniert.

Deine Meinung