Stadion Zürich: Gericht gibt Befürwortern und Gegner recht
Aktualisiert

Stadion Zürich: Gericht gibt Befürwortern und Gegner recht

Das Zürcher Verwaltungsgericht hat Beschwerden der Trägerschaft und der Anwohner gegen das Stadion Zürich teilweise gutgeheissen.

Weil der Entscheid erst im Dispositiv vorliegt, sind sich CS und Stadt über die Konsequenzen noch nicht im Klaren.

«Wir müssen zuerst die schriftliche Begründung des Entscheids abwarten», erklärte Matthias Friedli, Sprecher der Credit Suisse, am Dienstag auf Anfrage. Die Zahl der zulässigen Fahrten sei zwar nach unten korrigiert worden, doch sei noch offen, was dies für die Zahl der Parkplätze bedeute. Diesbezüglich habe das Gericht nämlich eine Erhöhung gutgeheissen.

Wie die Trägerschaft in einer Mitteilung schreibt, verlangt das Verwaltungsgericht eine Überarbeitung der Parkierungsvorschrift «zur Festsetzung einer verschärften Emissionsbeschränkung im Rahmen von 2,17 bis 1,3 Millionen Fahrten pro Jahr». Was darunter zu verstehen sei, könne erst von der Begründung abgeleitet werden, schreiben CS und Stadt.

Beim Schattenwurf fällte das Verwaltungsgericht erwartungsgemäss denselben Entscheid wie bei der abgewiesenen Beschwerde des Zürcher Baujuristen Robert Wolfer. Demzufolge wirft das Stadion nicht übermässig Schatten und kann bezüglich seiner Höhe in geplanter Form gebaut werden.

Weiter zuwarten

Die Stadionpromotoren machen die weitere Planung von der Begründung des Gerichtsurteils abhängig. Die für morgen Mittwoch geplante Medienkonferenz, an der über das weitere Vorgehen hätte informiert werden sollen, entfällt.

Nach Evaluation der Begründung wird die Trägerschaft den Schweizerischen Fussballverband (SFV) über die weiteren Schritte unterrichten, wie Friedli weiter sagte. Der SFV muss dann zusammen mit der Uefa entscheiden, ob Zürich für die EM 2008 in der Schweiz und Österreich weiterhin als Austragungsort berücksichtigt wird.

Noch offen bleibt auch, wie die Anwohner auf den Entscheid des Verwaltunsgerichts reagieren werden. Zum Urteilsdispositiv wollten sie sich am Dienstagmittag nicht äussern, weil sie es noch nicht erhalten hatten.

(sda)

Deine Meinung