Stadionverbot, Rayonverbot, Hooligan-U-Haft
Aktualisiert

Stadionverbot, Rayonverbot, Hooligan-U-Haft

Am gestrigen Abend hat Sportminister Samuel Schmid zusammen mit Verantwortlichen der Sportverbände und Sicherheitorgane besprochen, wie der Hooliganismus bekämpft werden kann. Die Sportprügler haben künftig nichts mehr zu lachen.

Zum Abschluss des runden Tisches verabschiedeten die Teilnehmenden eine gemeinsame «Erklärung des Schweizer Sports zur Bekämpfung von Gewalt im und um den Sport».

Sie bildet die Basis für einen Aktions- und Massnahmenplan, der die rasche Umsetzung von Projekten zur Bekämpfung von Gewalt in Sport gewährleisten soll, wie es in einem Communiqué des Eidg. Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) heisst.

Nägel mit Köpfen

Festgelegt werde darin die Umsetzung repressiver und präventiver Ansätze, etwa die Durchsetzung von Stadionverboten, die Ausbildung von Sicherheitsbeauftragten, Fanarbeit und die Information. Ohne diese Massnahmen drohe die Schweiz zum Anziehungspunkt für Hooligans und gewaltbereite Gruppen aus ganz Europa zu werden.

Es gehe darum, «Nägel mit Köpfen» zu machen, sagte Schmid gegenüber der Sendung «10 vor 10». Neben dem VBS waren Vertreter des Bundesamts für Sport, des Fussball- und Eishockeyverbands, der Swiss Football League sowie Sicherheits- und Polizeiverantwortliche von Bund und Kantonen und Vertreter von Swiss Olympic anwesend.

Hooligangesetz kann angewendet werden

Schmid hatte den Runden Tisch im Hinblick auf die Fussball-EM EURO 08 und die Eishockey-Weltmeisterschaften 2009 lanciert. Ein nächstes Treffen ist für Ende Juni geplant.

Um Gewalttätige von Sportstadien und deren Umgebung fernzuhalten, stehen den Sicherheitskräften bereits seit Anfang 2007 neue Instrumente zur Verfügung: Rayonverbot, Ausreisebeschränkung, Meldeauflage und ein maximal 24-stündiger Polizeigewahrsam. Personen mit entsprechenden Auflagen werden von der elektronischen Datenbank HOOGAN erfasst.

(sda)

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