Volle Bücher: Stadler Rail mit Auftragsrekord

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Volle BücherStadler Rail mit Auftragsrekord

Die Thurgauer Schienenfahrzeugbauerin Stadler Rail Group ist laut eigenen Aussagen trotz Wirtschaftskrise gut unterwegs.

Zwar sank der konsolidierte Umsatz im vergangenen Jahr um 14,1 Prozent auf 1,065 Milliarden Franken, wie Stadler Rail am Donnerstag bekannt gab. Doch der Auftragseingang habe eine Rekordmarke ereicht.

So habe Stadler im Jahr 2008 mit Aufträgen über 2,6 Milliarden Franken den höchsten Auftragseingang ihrer Geschichte erzielt. Diese Aufträge sichern laut Stadler bis 2010 eine gute Grundauslastung und damit die Arbeitsplätze. Um aber die Kapazitäten mittelfristig auszulasten, seien weitere Aufträge nötig. Trotz der Unsicherheiten angesichts der allgemeinen Wirtschaftlage glaube Stadler an den Werkplatz Schweiz und werde 90 Millionen Franken investieren, um zusätzlich Kapazitäten aufzubauen. Das Arbeitsplatzangebot in der Schweiz werde damit auf 2100 erhöht.

Die Investitionen sollen einerseits in den Aufbau eines Kompetenzzentrums für Doppelstock-Triebzüge im st. gallischen Altenrhein fliessen. Zudem sollen in Oberwinterthur ein Kompetenzzentrum für Drehgestelle und im thurgauischen Erlen ein Inbetriebsetzungs-Zentrum entstehen. Hintergrund der Investitionen ist, dass Stadler zwei zentrale Aufträge gewinnen konnte: Einen der SBB über 50 Doppelstockzüge für die S-Bahn Zürich und einen der norwegischen Staatsbahnen über 50 Flirt-Züge für den S-Bahn-Verkehr um Oslo und den Intercity-Verkehr in Südnorwegen. Der Eintritt in die neuen Marktsegmente Doppelstock-Triebzug und Intercity-Flirt erfordere die Erweiterung der Produktionsinfrastruktur, erklärte Peter Spuhler, Geschäftsführer der Stadler Rail Group und SVP-Nationalrat. (dapd)

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