Aktualisiert 13.06.2014 09:55

SchienenfahrzeugeStadler Rail überwindet Auftragseinbruch

Der Auftragseingang des Thurgauer Schienenfahrzeug-Herstellers ist nach dem Einbruch 2012 wieder auf 2,6 Milliarden Franken geklettert.

Peter Spuhler, CEO und Inhaber Stadler Rail Group, orientiert an einer Medienkonferenz in Bussnang am Freitag, 13.6. 2014 über das vergangene Geschaeftsjahr.

Peter Spuhler, CEO und Inhaber Stadler Rail Group, orientiert an einer Medienkonferenz in Bussnang am Freitag, 13.6. 2014 über das vergangene Geschaeftsjahr.

Trotz des Anstiegs sei die Auslastung der Schweizer Werke ab Mitte 2015 noch ungenügend. Um die Auslastung zu verbessern, setzt Stadler Rail auf den SBB-Auftrag für die Gotthard-Neat-Züge, wie das Unternehmen am Freitag am Sitz in Bussnang festhielt. Dieser 980 Mio. Franken schwere Auftrag ist durch Beschwerden von Alstom und Talgo gegen die Vergabe beim Bundesverwaltungsgericht blockiert.

Termingerecht und hohe Qualität

Die von Peter Spuhler geführte Stadler Rail betont die Pünktlichkeit ihrer Auslieferungen und spielt damit auf die mehrjährigen Verzögerungen von Bombardier bei der Lieferung neuer Doppelstock-Züge für die SBB an: Auch im vergangenen Jahr sei es Stadler erneut gelungen, rund 250 Züge und Trams termingerecht und in hoher Qualität auszuliefern, hiess es.

Dank des hohen Auftragsbestandes aus den Jahren 2008 bis 2010 konnte Stadler Rail im vergangenen Jahr einen Umsatz von 2,5 Mia. Franken einfahren, wie weiter mitgeteilt wurde. 2012 war der Umsatz leicht tiefer auf 2,4 Mia. Franken beziffert worden.

Neue Märkte angepeilt

Wegen der EU-Schuldenkrise und der Währungsverwerfungen peilt Stadler neue Märkte und neue Segmente an. Bereits konnten in Zentral- und Osteuropa einige Aufträge gewonnen werden. Zuletzt hat Stadler Rail am Donnerstag eine Bestellung für 27 Schlaf- und 3 Speisewagen der Aserbaidschanischen Eisenbahn im Volumen von 120 Mio. Franken vermeldet. (sda)

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