Stadt Bern: Tiefere Strompreise für KMU - höhere für Haushalte
Aktualisiert

Stadt Bern: Tiefere Strompreise für KMU - höhere für Haushalte

Bei den Strompreisen tritt in der Stadt Bern im Jahr 2007 eine neues Tarifmodell in Kraft.

Strom aus erneuerbaren Energien soll gefördert werden, die Preise steigen für Privathaushalte und sinken für kleine und mittlere Unternehmen.

Ein KMU mit einem Verbrauch von 8000 kWh wird ausgehend vom Standardprodukt (überregional produzierter Strom aus Wasserkraft) eine Stromrechnung von rund 127 Franken pro Monat erhalten, 14 Franken oder 9,9 Prozent weniger als bisher.

Bei den Grosskunden bleibt das Preisniveau im Durchschnitt gleich, wie es am Freitag an einer Medienkonferenz der Stadt Bern und des stadteigenen Unternehmens Energie Wasser Bern (ewb) hiess.

Teurer wirds dagegen für die Privathaushalte: Bewohner einer Zweizimmerwohnung (Verbrauch von 1600 kWh pro Jahr) müssen mit einer monatlichen Stromrechnung von 31 Franken rechnen, 5 Franken oder 19,2 Prozent mehr als bisher.

Geprüft wird durch das ewb die Einführung eines Anreizsystems zum Stromsparen. Im Vordergrund steht dabei laut der städtischen Energiedirektorin Barbara Hayoz (FDP) ein Effizenzbonus nach Vorbild der Stadt Zürich für Firmen, die den Nachweis für einen verstärkten rationellen Energieeinsatz erbringen.

«Unbundling» ermöglicht

Mit dem neuen Tarifmodell wird auch das sogenannte «Unbundling» realisiert, die Trennung zwischen der Netznutzung und Stromlieferung. Es ermöglicht die Stromdurchleitung von anderen Unternehmen, welche das Bundesgericht im Jahr 2003 mit einem Entscheid zum Kartellrecht ermöglichte. Bisher sind beim ewb allerdings keine entsprechenden Begehren eingegangen.

(sda)

Deine Meinung