Aktualisiert 08.07.2014 10:06

Frauenquote

Stadt Bern will mehr Frauen in der Führung

Der Gemeinderat möchte den Frauenanteil im Führungskader der Stadtverwaltung von heute 30 Prozent auf 35 Prozent steigern. Allerdings bewerben sich zu wenig Frauen.

von
tok
Die Stadt Bern will für Bewerberinnen attraktiver werden.

Die Stadt Bern will für Bewerberinnen attraktiver werden.

Frauen an die Macht: So lautet die Devise der Stadt Bern. Die Stadtverwaltung weist heute in den Führungspositionen einen Frauenanteil von rund 30 Prozent aus. Der Gemeinderat will diesen Anteil in acht Jahren bis auf 35 Prozent erhöht werden. Um diese Quote zu erreichen, müsste die Stadt heute zusätzlich 25 Kaderfreuen beschäftigen.

Es gibt aber ein Problem: Zwischen August 2013 und Januar 2014 wurden in der Stadtverwaltung 28 Kaderstellen ausgeschrieben. Von den total 678 Bewerbungsdossiers stammten nur knapp 20 Prozent von Frauen. Von diesen wurden 86 Prozent zu einem ersten Vorstellungsgespräch eingeladen. Letzlich konnten 28 Prozent der in diesem Zeitraum offenen Stellen durch Frauen besetzt werden. Für eine weitere Steigerung des Frauenanteils müssten sich mehr geeignete Frauen auf die offenen Kaderstellen bewerben, denn es gelte unabhängig vom Geschlecht unverändert der Grundsatz, dass die beste Bewerbung zu berücksichtigen ist, wie die Stadt in einer Mitteilung schreibt.

Auch EWB und Bernmobil sollen Massnahmen ergreifen

Um die Attraktivität der Stadt Bern bei Bewerberinnen zu steigern, hat der Gemeinderat nun die Erhebung von acht zusätzlichen Massnahmen beschlossen. «Wir wollen die Stadt Bern nun noch mehr als flexible Arbeitgeberin positionieren. Zu bewährten Massnahmen wie Job Sharing, Teilzeistellen und Freitage für Notsituationen kommen neue Massnahmen hinzu», lässt Gemeinderat Alexandre Schmidt verlauten. So soll etwa der städtische Auftritt auf dem Arbeitsmarkt überarabeitet werden und Telearbeit gefördert werden. Zudem fordert der Gemeinderat auch die städtische Anstalten EWB und Bernmobil auf, ebenfalls geeignete Massnahmen zu ergreifen.

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