Wegen Streik : Stadt empfahl Baufirmen, Arbeit niederzulegen
Aktualisiert

Wegen Streik Stadt empfahl Baufirmen, Arbeit niederzulegen

Für die Stadt eine Empfehlung aus Sicherheitsgründen, für die Gewerbler ein Aufruf, der Einbussen mit sich bringe. Das Schreiben der Stadt an die Baumeister sorgt für rote Köpfe.

von
som
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Im Gubrist-Tunnel wurde am 6. November 2018 nicht gebaut.

Im Gubrist-Tunnel wurde am 6. November 2018 nicht gebaut.

Unia
Dieses Schreiben schickte die Stadt an die Baumeister. Den Gewerblern passt das nicht.

Dieses Schreiben schickte die Stadt an die Baumeister. Den Gewerblern passt das nicht.

Einen Tag nachdem dem Unia-Protest für bessere Bedienungen im Baugewerbe protestierten, sind die Gewerbler immer noch sauer.

Einen Tag nachdem dem Unia-Protest für bessere Bedienungen im Baugewerbe protestierten, sind die Gewerbler immer noch sauer.

Unia

Einen Tag nachdem die Unia sowie Arbeiter für bessere Bedingungen im Baugewerbe protestierten, sind die Gewerbler immer noch sauer. «Der gestrige Streiktag mitten in Zürich hatte nicht nur für einige Baufirmen finanzielle Konsequenzen, da diese an einigen Orten in der Stadt die Arbeit einstellen mussten», teilte der Gewerbeverband der Stadt Zürich (GVZ) mit. Ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen worden seien viele Zulieferbetriebe und das Baunebengewerbe.

Zeitverluste und Einbussen hätten auch das übrige Gewerbe samt Detailhandel erlitten, denn der Verkehr sei durch den Demonstrationszug in der Innenstadt teilweise blockiert gewesen.

«Wir protestieren gegen Parteinahme»

Nicht akzeptieren könne der GVZ aber insbesondere den Umstand, dass das Amt für Hochbauten sowie das Tiefbauamt vor dem Streik die Baufirmen dazu aufgerufen hätten, ihre Arbeiten zugunsten der Demonstrationen einzustellen.

Zugleich wiesen die Dienstabteilungen sie laut GVZ darauf hin, dass dies für die Bauunternehmen ohne Kostenfolgen für die Bauvorhaben zu erfolgen habe: «Wir protestieren in aller Form gegen diese Parteinahme.» Es sei daran erinnert, dass zwischen den Sozialpartnern weiterhin absolute Friedenspflicht gelte. Streiks und andere arbeitsstörende Beeinflussungen seien ausdrücklich verboten.

«Aus Sicherheitsgründen»

Ganz anders sieht man das bei der Stadt. Franziska Martin, Sprecherin vom Amt für Hochbauten, sagt: «Das Schreiben an die Baumeister war kein Aufruf, sondern eine Empfehlung.» Darin habe man das Bedauern darüber geäussert, dass sich die Sozialpartner immer noch nicht einigen konnten. Martin betont jedoch, dass die Stadt in diesem Konflikt keinerlei Position bezieht.

«Wir haben aus Sicherheitsgründen empfohlen, die Arbeit niederzulegen.» Damit es an diesem Tag nicht zu Konflikten und Konfrontation auf den Baustellen komme: «Wir wollten einfach Sachbeschädigungen und Gewalttätigkeiten vermeiden.» Zum Glück sei der Tag diesbezüglich relativ friedlich verlaufen.

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