18.06.2020 16:14

Massnahme gegen LitteringStadt entfernt wegen Littering Abfallkübel

Wegen Missbrauchs und mangelnder Ordnung hat die Stadt Kriens im Wald Abfalleimer entfernt. Nun wird geprüft, ob das Problem so gelöst werden kann.

von
Martin Messmer
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Davon hat die Stadt Kriens genug: Ein völlig zugemüllter Grillplatz.

Davon hat die Stadt Kriens genug: Ein völlig zugemüllter Grillplatz.

Foto: Stadt Kriens
Deshalb greift sie durch: Bei zwei Grillstellen werden die Güselkübel demontiert. Die Nutzer sollen ihren Müll selber mit nach Hause nehmen.

Deshalb greift sie durch: Bei zwei Grillstellen werden die Güselkübel demontiert. Die Nutzer sollen ihren Müll selber mit nach Hause nehmen.

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 «Die Werkdienst-Mitarbeitenden haben deutlich häufiger als früher dramatische Zustände angetroffen», teilte die Stadt mit.

«Die Werkdienst-Mitarbeitenden haben deutlich häufiger als früher dramatische Zustände angetroffen», teilte die Stadt mit.

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Darum gehts

  • Bei einigen Grillstellen in Kriens LU haben die Behörden «dramatische Zustände» angetroffen: Richtige Güselberge standen dort.
  • Die Stadt reagiert nun und bietet bei zwei siedlungsnahen Grillstellen keine Güselkübel mehr an.
  • Sie hofft, dass eine saubere Umgebung die Hemmschwelle erhöht, den eigenen Abfall einfach liegen zu lassen. Stattdessen sollen ihn die Nutzer nach Hause tragen und dort entsorgen.
  • Weiter oben am Pilatus hat Kriens damit gute Erfahrungen gemacht. Nun wird geprüft, ob das auch in siedlungsnahen Gebieten funktioniert.

Die Stadt Kriens kämpft gegen Littering bei Grillstellen: «Mehr als doppelt so oft wie bisher haben die Werkdienste Kriens seit März die Abfalleimer in den Naherholungsgebieten und siedlungsnahen Räumen auf dem Sonnenberg und im Schachenwald geleert. Die Werkdienst-Mitarbeitenden haben dabei deutlich häufiger als früher dramatische Zustände angetroffen», teilte sie am Donnerstag mit. Neben Vandalismus an den Anlagen sei auch vermehrt Abfall liegengelassen worden, in einigen Fällen sogar ganze gefüllte Abfallsäcke. Das sei «unhygienisch, unfair, verursacht zusätzlichen Aufwand und ist illegal».

«Illegal und gefährlich»

Deshalb reagiert die Stadt Kriens nun: Bei zwei Grillstellen auf dem Sonnenberg und im Schachenwald wurden die Abfalleimer versuchsweise entfernt. Auf Plakaten wird auf die Situation hingewiesen: «Die Abfalleimer hier mussten wegen Missbrauchs und mangelnder Ordnung vorübergehend entfernt werden», heisst es etwa. Und: «Wer Abfälle liegen lässt, macht sich strafbar!»

Weil an den Grillstellen der Güsel nicht mehr entsorgt werden kann, werden die Nutzer auf der Website von Kriens aufgefordert, ihren Abfall wieder mitzunehmen «und zu Hause ordentlich zu entsorgen».

«Saubere Umgebung hebt Hemmschwelle für Littering»

Gute Erfahrungen gemacht habe man mit der gleichen Massnahme auf der Pilatus-Seite von Kriens, teilte die Stadt weiter mit. «Der Effekt wird darauf zurückgeführt, dass eine saubere Umgebung die Hemmschwelle anhebt, den eigenen Abfall einfach liegen zu lassen», so das Fazit der Behörde.

Die Stadt Kriens will nun prüfen, ob dieses Vorgehen auch in den siedlungsnahen Räumen die gewünschte Wirkung erzielt. Denn am Sonnenberg oder im Schachenwald sind andere Nutzergruppen unterwegs als im Hochwald am Pilatus.

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