Stadt fand keinen Standort: Sexboxen-Projekt ist tot

Aktualisiert

Stadt fand keinen Standort: Sexboxen-Projekt ist tot

Es gibt definitiv keine Sexboxen für die Prostituierten vom Berner Strassenstrich. Grund: Trotz intensiver Suche fand die Stadt keinen Standort.

«Wir haben noch einmal über ein Dutzend Plätze angeschaut», sagt Regula Müller von der Fachstelle Drogen der Stadt Bern. «Aber kein einziger eignete sich für die Sexboxen.» Jetzt hat die Stadt die Suche abgebrochen und das endgültige Aus für das Projekt beschlossen. Damit ist klar: Es werden in der Stadt Bern definitiv keine geschützten Parkplätze für Strassenprostitution eingerichtet.

Bis zuletzt sei noch ein Standort im Gespräch gewesen. Müller: «Aber eine Besichtigung mit Fachleuten hat ergeben, dass sich auch dieser nicht eignete.» Die Standortsuche hatte sich über Monate hingezogen. Das Problem: Damit die Sexboxen auch genutzt werden, müssten sie in sinnvoller Distanz zum Strassenstrich, mit dem Auto erreichbar, zentral gelegen, aber doch nicht zu belebt sein – wegen den Spannern.

Dafür will die Stadt jetzt aber das bestehende Angebot auf dem Strich weiter optimieren: Neu wird sie einen finanziellen Beitrag an den Pro-

stituierten-Beratungsbus La Strada leisten. Ausserdem sollen die Teams der städtischen Präventionstruppe Pinto weiterhin jeden Donnerstag patrouillieren.

Andrea Abbühl

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