Luzern: Stadt geht mit Köderboxen auf Rattenjagd
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LuzernStadt geht mit Köderboxen auf Rattenjagd

In Luzern sind wieder einmal die Ratten los, weshalb jetzt überall Köder ausgelegt wurden. Besonders akut ist die Situation am Mühlenplatz.

von
jak
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In Luzern sind wieder einmal die Ratten los, weshalb auch überall Köder ausgelegt sind. «Ratten sind schlaue Tiere. Sie haben Mittel und Wege gefunden, mit den Menschen auszukommen und sind viel zutraulicher geworden», sagt Thomas Schmid, Leiter des Strassenispektorats in Luzern.

In Luzern sind wieder einmal die Ratten los, weshalb auch überall Köder ausgelegt sind. «Ratten sind schlaue Tiere. Sie haben Mittel und Wege gefunden, mit den Menschen auszukommen und sind viel zutraulicher geworden», sagt Thomas Schmid, Leiter des Strassenispektorats in Luzern.

Keystone/Sigi Tischler
Momentan scheint ihr bevorzugter Lebensraum der Mühlenplatz zu sein: «Ratten mögen Gebiete am See, entlang des Ufers oder in Kanalisationen», so Schmid. Dort wurden deshalb Köderboxen mit Rattengift ausgelegt.

Momentan scheint ihr bevorzugter Lebensraum der Mühlenplatz zu sein: «Ratten mögen Gebiete am See, entlang des Ufers oder in Kanalisationen», so Schmid. Dort wurden deshalb Köderboxen mit Rattengift ausgelegt.

20 Minuten/gwa
Und da Luzern ihnen das alles bieten könne, würden sie sich dort auch wohlfühlen. «Inzwischen gehören die Ratten zu der Stadt genau so, wie es die Schwäne und die Tauben tun.»

Und da Luzern ihnen das alles bieten könne, würden sie sich dort auch wohlfühlen. «Inzwischen gehören die Ratten zu der Stadt genau so, wie es die Schwäne und die Tauben tun.»

20 Minuten/gwa

Ratten, aufgepasst: In Luzern liegen derzeit dutzende Boxen mit todbringenden Ködern aus. Praktisch unter jedem Bänkli auf dem beliebten Mühlenplatz sind sie zu sehen – also dort, wo auch Essensreste landen. Die Köderboxen wurden durch Profis aufgestellt. «Wir arbeiten mit der Firma Rentokil Initial AG zusammen und besprechen mit ihnen, wo die Köderboxen zum Einsatz kommen sollen und wie lange sie dort bleiben», sagt Thomas Schmid, Leiter des Strassenispektorats in Luzern. In den Boxen befinden sich vergiftete Rattenköder. Die Tiere müssten eine gewisse Menge davon über mehrere Tage hinweg fressen, bis sie daran sterben. Es müsse nicht befürchtet werden, dass die Ratten danach sofort verenden und verstreut auf dem ganzen Platz lägen. «Zum Sterben gehen die Tiere dort hin, wo sie sich wohl fühlen.»

Für Kinder und Haustiere seien die Köder nicht gefährlich. Schmid: «Die Köderboxen haben spezielle Öffnungen, die lediglich für die Ratten zugänglich sind. Nur sie können daraus fressen.»

Luzern ist ein Ratten-Paradies

Momentan scheint der bevorzugte Lebensraum der Ratten der Mühlenplatz zu sein: «Ratten mögen Gebiete am See, entlang des Ufers oder in Kanalisationen.» Und da Luzern ihnen das alles bieten könne, würden sie sich dort auch wohlfühlen. «Inzwischen gehören die Ratten zu der Stadt genau so, wie es die Schwäne und die Tauben tun.»

Brösmeli = Ratten

Sicher sei, dass die vielen Leute, die ihr Mittagessen im Freien zu sich nehmen, die Ratten anlocken. «Es reichen nur schon Brösmeli aus, um ihr Auftauchen zu fördern.» Und wenn zusätzlich der Abfall nicht korrekt entsorgt werde, so sei das ein Paradies für die Nagetiere. «Je mehr Nahrung da ist, desto mehr Ratten gibt es.»

Ratten übertragen Krankheiten

Als sogenannte Hygieneschädlinge sind Ratten Überträger vieler Krankheiten, sagt Jean-Martin Fierz, Biologe bei der Schädlingsbekämpfungs-Firma Rentokil Initial AG. Deshalb gelte: «Abfall sauber entsorgen und nicht rumliegen lassen, da Ratten Allesfresser sind.» Und je weniger Nahrung sie von den Menschen bekämen, desto eher fressen sie aus den Köderboxen. «Mit den Boxen wird sichergestellt, dass die Population der Tiere nicht zu gross wird. Wir halten sie so in schach», sagt Fierz.

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