Aktualisiert 13.06.2014 08:51

Winterthur Stadt hat kein Geld mehr für ihre Saunas

Die finanziell gebeutelte Stadt Winterthur spart, wo sie nur kann. So hat der Stadtrat beschlossen, ab sofort nichts mehr in die städtischen Saunaanlagen zu investieren.

Die Sauna im Hallenbad Geiselweid kann zwar noch ein paar Jahre weiterbetrieben werden, stehen aber Reperaturen an, muss sie wohl geschlossen werden.

Die Sauna im Hallenbad Geiselweid kann zwar noch ein paar Jahre weiterbetrieben werden, stehen aber Reperaturen an, muss sie wohl geschlossen werden.

Die vier städtischen Saunaanlagen in den Quartierbädern Töss, Wülflingen und Wolfensberg sowie im Hallenbad Geiselweid werden zwar weiterhin betrieben. Sanierungsarbeiten oder Renovationen müssen die Schwimmbadgenossenschaften aber ab sofort selber finanzieren, wie es in einer Mitteilung vom Freitag heisst.

Ein Studie habe klar aufgezeigt, dass die vier Saunas nicht kostendeckend zu betreiben seien, schreibt die Stadt. Wirtschaftlich sinnvoll wäre einzig eine zentral gelegene, grosszügige Wellnessanlage.

Finanzlage zu angespannt

Den Entscheid zum Investitionsstopp begründet der Stadtrat mit der angespannten Finanzlage. Der Betrieb von Saunaanlagen gehöre zudem nicht zu den primären Aufgaben der öffentlichen Hand, hält er in der Stellungnahme zu einer im November 2013 eingereichten Petition zu Erhalt und Revision der Sauna Wülflingen fest.

Die Sauna Wülflingen für bis zu 40 Personen ist sanierungsbedürftig. Investiert werden müssten laut Stadtrat ein bis zwei Millionen Franken. Es liege nun an der Schwimmbadgenossenschaft Wülflingen, ob sie aus eigenen Mitteln den Weiterbetrieb der Sauna ermöglichen könne.

Schwimmbäder müssen für ihre Saunas selber zahlen

In der Sauna im Freibad Töss für zehn bis zwölf Personen hat die Schwimmbadgenossenschft 2013 aus eigenen Mitteln rund 230'000 Franken investiert. Damit sei ein Weiterbetrieb in den kommenden Jahren gesichert, heisst es in der Mitteilung. Auch die Sauna im Schwimmbad Wolfensberg für sechs Personen könne voraussichtlich durch die Schwimmbadgenossenschaft finanziert werden.

Noch einige Jahre betrieben werden könne die Sauna im Hallenbad Geiselweid. Im Falle einer anstehenden Investition werde sie jedoch geschlossen - es sei denn, ein privater Betreiber würde diese übernehmen. Die Sauna Geiselweid war bei den Sanierungsarbeiten des Hallenbades im Jahre 2012 nicht einbezogen worden. (sda)

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