Stadt jagt Falschparkierer
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Stadt jagt Falschparkierer

Für über 700 000 Franken kauft Bern neue Parkuhren. Doch viele Autofahrer wollen die Gebühren nicht zahlen. Nun hofft die Stadt, dass Anwohner mithelfen, Falschparker-Nester auszuheben.

Fertig mit Gratis-Parken: Jetzt werden auch die letzten rund 600 weissen Parkfelder in der Stadt Bern mit Parkuhren ausgestattet. Kosten: 786 720 Franken. Bereits vor zwei Jahren wurden 600 Gratis-Parkplätze aufgehoben. Die Parkplätze blieben in der Folge zu 80 Prozent leer – geparkt wurde auf Kreuzungen, Trottoirs und in privaten Einfahrten.

«Die Wildparker haben wir inzwischen recht gut im Griff», sagt Rudolf Rytz, Chef Verkehrspolizei. «Wir müssen aber damit rechnen, dass sie jetzt neue Schlupflöcher suchen.» Darum bittet er um Hilfe: «Wer Falschparkierer sieht, soll uns das melden.»

Weil viele die kostenpflichtigen Felder meiden, geht der Stadt Geld durch die Lappen: Statt wie budgetiert 4500 Franken pro Parkplatz und Jahr nimmt sie gerade mal 760 Franken ein. Bis sich die Investition lohnt, dauert es also sechsmal so lang wie erhofft.

Andrea Abbühl

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