Aktualisiert 23.01.2020 13:12

Bizarrer StreitStadt Kloten darf ihren Riesen-Puck doch behalten

Happy End im Kreisel-Streit in Kloten: Der EHC-Kloten-Puck darf stehen bleiben.

von
bla
1 / 13
Die Stadt hat das Logo des EHC Kloten auf dem Puck überklebt.

Die Stadt hat das Logo des EHC Kloten auf dem Puck überklebt.

Daniel Jaggi
«Damit gewinnen wir Zeit, unsere Argumente dem Kanton in Ruhe darlegen zu können und sie zu überzeugen, den Puck stehenzulassen», sagte Stadtpräsident René Huber.

«Damit gewinnen wir Zeit, unsere Argumente dem Kanton in Ruhe darlegen zu können und sie zu überzeugen, den Puck stehenzulassen», sagte Stadtpräsident René Huber.

Daniel Jaggi
Der Kanton wollte, dass der Puck verschwindet. Er wurde 2014 zum 80-Jahr-Jubiläum des EHC Kloten auf einem Kreisel in Kloten installiert und von Hunderten Fans bezahlt.

Der Kanton wollte, dass der Puck verschwindet. Er wurde 2014 zum 80-Jahr-Jubiläum des EHC Kloten auf einem Kreisel in Kloten installiert und von Hunderten Fans bezahlt.

Claudio Thoma / Freshfocus

Es war ein komischer Streit, den sich die Stadt Kloten und die Baudirektion des Kantons Zürich Ende des letzten Jahres geliefert haben. Der Grund: Der EHC-Kloten-Puck im Kreisel der Stadt. Es handle sich beim Werk um kommerzielle Werbung, fand die Baudirektion. Der Stadtrat sieht den Puck hingegen als Kunstwerk.

Als Übergangslösung wurde im November das Logo des Hockeyclubs auf dem Puck überklebt. «Damit gewinnen wir Zeit, unsere Argumente dem Kanton in Ruhe darlegen zu können und sie zu überzeugen, den Puck stehenzulassen», sagte Stadtpräsident René Huber damals. Diese Strategie hat sich jetzt ausgezahlt, «der Puck-Kreisel kann stehen bleiben», teilt Huber am Donnerstag mit.

«Irgendwann kam die Einsicht»

Die Folie, die das Logo verdeckt hatte, wird wieder abmontiert. Alle seien froh und erleichtert, sagt der Stadtpräsident. Es habe mehrere Gesprächsrunden gegeben, in denen man die Argumente dargelegt habe. «Irgendwann kam dann die Einsicht. Dass alle Beteiligten Geduld gezeigt haben, hat dem Kanton wohl auch Eindruck gemacht.»

Schon Ende Oktober hat Kantonsrat Mark Anthony Wisskirchen (EVP) eine Anfrage an den Regierungsrat gestellt. Im Protokoll wird der Entscheid wie folgt kommuniziert: «Da es sich vorliegend um einen Grenzfall handelt und der EHC-Puck für die Stadt Kloten über die Jahre zu einem Wahrzeichen geworden ist, hat das Tiefbauamt im Rahmen einer Neubeurteilung entschieden, die Bewilligung gestützt auf die Sondergebrauchsverordnung bis zur nächsten Instandsetzung des Kreisels befristet zu verlängern.»

Man werde den Entscheid nicht weiter kommentieren, heisst es bei der Baudirektion. Auch Kantonsrat Wisskirchen hat keine Begründung bekommen. «Wir sind auch etwas überrascht, aber natürlich zufrieden», sagt er. Er tippt darauf, dass der öffentliche Druck einen Einfluss gehabt hat «in dieser doch sehr emotionalen Angelegenheit».

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.