21.11.2017 18:28

Vorher-Nachher-SliderStadt Luzern feiert ihren Plan Lumière

Sehenswürdigkeiten, markante Gebäude, Plätze, Gassen, See- und Flussufer wurden in Luzern in ein neues Licht getaucht. Damit ist die Leuchtenstadt mehr als zufrieden. Ein Streit aber bleibt.

von
mme

Der Torbogen beim Bahnhof:

Bricht die Nacht herein, rückt das Beleuchtungskonzept Plan Lumière die Stadt Luzern ins rechte Licht. Nun würdigt die Stadt das nicht von Anfang überall auf Zustimmung stossende, in der Zwischenzeit aber mehrfach ausgezeichnete Lichtkonzept mit einem Fotobuch.

Der Plan Lumière habe das nächtliche Luzern spürbar positiv verändert und aufgewertet, schreibt der Stadtrat in einer Medienmitteilung zur Buchvernissage vom Dienstagabend.

Das Buch Plan «Lumière – Lucerne by Night» im A5-Plus-Format beinhaltet einen 32-seitigen Textteil. Als Hauptteil werden in 25 doppelseitigen Aufnahmen neu beleuchtete Sehenswürdigkeiten, Plätze, Gassen und Uferbereiche gezeigt. Diese Fotos stammen zum Grossteil vom Luzerner Fotografen Gabriel Ammon. Gestaltet wurde das Buch vom Luzerner Grafiker Erich Brechbühl.

Weniger ist mehr

Der Plan Lumière der Stadt Luzern ziele darauf ab, nicht mehr, sondern differenzierter zu beleuchten, heisst es in der Medienmitteilung. Das Beleuchtungskonzept respektiere die Dunkelheit und leuchte objektbezogen Gebäude, Plätze und Gassen aus.

Insgesamt verbraucht die neue Beleuchtung, die im Herbst 2018 vollständig umgesetzt sein soll, trotz zusätzlicher beleuchteter Objekte 45 Prozent weniger Energie als die alte.

Dies sprach sich herum. Und so nahmen in der Zwischenzeit auch andere Städte den Luzerner Plan Lumière als Vorbild und initiierten ähnliche Projekte.

Schweizerhof pocht auf farbige Lichter

Im vergangenen Sommer stritten das Fünf-Sterne-Hotel Schweizerhof und die städtischen Behörden um farbige Fenster. Vorrichtungen im Innern der Hotelzimmer mit Blick auf den Vierwaldstättersee liessen die Fenster in den Farben Rot, Blau, Grün und Gelb erscheinen. Die Aufmerksamkeit erregenden, bunten Lichter passten der Stadtregierung nicht ins Beleuchtungskonzept, da der Plan Lumière für Gebäude kein farbiges Licht zulässt, sondern nur eine warm-weisse Beleuchtung.

Die Besitzerfamilie akzeptierte das Nein der Stadtregierung zu einem nachträglichen Baugesuch nicht, verlangte eine juristische Beurteilung und reichte Verwaltungsbeschwerde beim Luzerner Kantonsgericht ein. Wie eine Sprecherin des Hotels auf Anfrage sagte, ist diese Beschwerde noch immer hängig.

Hier ein Slider des neu beleuchteten Suva-Gebäudes, das auch den Schweizerhof zeigt, hier ohne farbige Fenster:

Auch in Zug übrigens wurde ein Plan Lumière umgesetzt, hier ist die neue Beleuchtung im Slider noch als Visualisierung gezeigt:

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