Zürich: Stadt plant neue Bike-Strecke am Uetliberg

Aktualisiert

ZürichStadt plant neue Bike-Strecke am Uetliberg

Die Stadt will Mountainbiker in geregelte Bahnen lenken - und baut dafür beim Höckler eine weitere Bike-Strecke. Wanderer und Wildtiere sollen so vermehrt ihre Ruhe haben.

von
som
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Mountainbiken ist längst zum Breitensport geworden. In Zürich gibt es gemäss Erhebungen der Stadt rund 50'000 Freizeitsportler, die sich bei gutem Wetter gerne mal aufs Bike schwingen.

Mountainbiken ist längst zum Breitensport geworden. In Zürich gibt es gemäss Erhebungen der Stadt rund 50'000 Freizeitsportler, die sich bei gutem Wetter gerne mal aufs Bike schwingen.

Keystone/Alessandro Della Bella
Weitere 8000 Mountainbiker zählt die Stadt zur «Hardcore«-Fraktion, also zu den ambitionierten Sportlern. Sie lassen sich auch von miesem Wetter nicht von ihrer Tour am Uetliberg abhalten.

Weitere 8000 Mountainbiker zählt die Stadt zur «Hardcore«-Fraktion, also zu den ambitionierten Sportlern. Sie lassen sich auch von miesem Wetter nicht von ihrer Tour am Uetliberg abhalten.

Keystone/Alessandro Della Bella
Weil sich manche Spaziergänger durch die Biker gestört fühlen, gibt es am Hausberg immer wieder Konflikte.

Weil sich manche Spaziergänger durch die Biker gestört fühlen, gibt es am Hausberg immer wieder Konflikte.

Keystone/Alessandro Della Bella

Mountainbiken ist längst zum Breitensport geworden. In Zürich gibt es gemäss Erhebungen der Stadt rund 50'000 Freizeitsportler, die sich bei gutem Wetter gerne mal aufs Bike schwingen.

Weitere 8000 Mountainbiker zählt die Stadt zur «Hardcore«-Fraktion, also zu den ambitionierten Sportlern. Sie lassen sich auch von miesem Wetter nicht von ihrer Tour am Uetliberg abhalten.

Weil sich manche Spaziergänger durch die Biker gestört fühlen, gibt es am Hausberg immer wieder Konflikte. Auch zu Sabotageakten soll es schon öfters gekommen sein, etwa zu verstreuten Glasscherben auf dem Biketrail und in den Boden gerammte Armierungseisen, welche die Velofahrer zu Fall bringen sollten.

«Keine Störenfriede im Wald»

«Da prallen Welten aufeinander», sagte Stadtrat Filippo Leutenegger (FDP) am Donnerstag vor den Medien. Damit diese Welten besser miteinander leben können, hat die Stadt zusammen mit Interessensgruppierungen ein Mountainbike-Konzept erarbeitet.

Beteiligt waren unter anderem Vertreter der Zürcher Wanderwege, der Mountainbike-Verein Züritrails und das Sportamt. Mit dem Ergebnis ist Valentin Bamert vom Verein Züritrails zufrieden. «Uns ist es wichtig, dass wir nicht als Störenfriede im Wald gelten.» Mit diesem Konzept sei das sichergestellt.

Das Konzept weist das Mountainbiken als etwas aus, das durchaus seinen Platz im Wald haben darf. Damit die Welten aber besser aneinander vorbeikommen, will die Stadt das Angebot für Biker ausbauen. Sie plant konkret, im Gebiet Höckler den bestehenden Biketrail zu verlängern. Heute endet dieser nach 500 Metern im Wald.

Neue Strecke zur Allmend

Die Biker müssen danach auf die normalen Waldwege wechseln. Neu soll die Höckler-Strecke bis zum Bikepark Allmend verlängert werden. Beim Zeitplan ist Leutenegger vorsichtig, da bei einem solchen Projekt immer mit Einsprachen gerechnet werden muss. Drei bis fünf Jahre dürfte es dauern, bis die ersten Biker auf einem eigenen Trail zur Allmend fahren können.

«Ziel ist, dass die Biker kanalisiert werden und im Rest des Waldes Ruhe ist», so Leutenegger. Weitere neue Bike-Strecken sind momentan nicht geplant. Die Stadt will ihr Konzept aber alle fünf Jahre überprüfen und allenfalls anpassen.

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