Stadt rüstet für Blinde auf
Aktualisiert

Stadt rüstet für Blinde auf

Blinde und Sehbehinderte haben es schwer in St. Gallen. Im nächsten Jahr plant die Stadt deshalb eine grössere Aufrüstung.

«Für Blinde und Sehbehinderte ist die Situation in St. Gallen enorm schwierig», sagt Matthias Bütikofer, Geschäftsführer des Schweizerischen Zentralvereins für das Blindenwesen.

Das Hauptproblem ist die Mobilität im öffentlichen Bereich: Die Ausstattung von Lichtsignalen mit akustischen Alarmen ist unvollständig, und Unterführungen sowie Verkehrsinseln sind ungenügend markiert. Die Städte Zürich und Genf seien in dieser Hinsicht viel fortschrittlicher, so Bütikofer.

Die Stadt St. Gallen hat den Handlungsbedarf aber erkannt und will aufrüsten. Derzeit ist eine Vorlage in Zusammenarbeit mit Vertretern von Blinden und Sehbehinderten in Vorbereitung.

«Wir arbeiten an einem grösseren neuen Projekt zur Behebung der Mängel», verrät Théo Buff von der städtischen Baudirektion. Dabei handle es sich um einen beträchtlichen Betrag. Dennoch ist Buff zuversichtlich, dass der Stadtrat die Vorlage im Januar 06 annehmen und das nötige Geld sprechen wird.

(sas)

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