Luzern: Stadt schafft neuen Platz für Hochhäuser

Aktualisiert

LuzernStadt schafft neuen Platz für Hochhäuser

Die Stadt Luzern hat im Rahmen der neuen Bau- und Zonenordnung (BZO) vier Standorte für Hochhäuser evaluiert.

von
Martin Erdmann
Kurt Bieder stellte die Pläne der neuen Bau- und Zonenordnung vor. (mer)

Kurt Bieder stellte die Pläne der neuen Bau- und Zonenordnung vor. (mer)

Die BZO soll die räumliche Stadtentwicklung steuern. Gestern stellten die Behörden den neuen Entwurf vor. Dabei gab Baudirektor Kurt Bieder eine klare Stossrichtung vor: «Wir wollen den städtischen Raum wirtschaftlich optimal nutzen, gleichzeitig aber die Identität Luzerns wahren.» Ein Punkt ragt bei diesem Vorhaben heraus: Hochhäuser. Diese sollen das Wohn- und Arbeitsplatzangebot erweitern. Die Stadt hat dazu vier Standorte evaluiert. Möglich wären die Bauten am Steghof, am Pilatusplatz und Bundesplatz sowie auf der Allmend. Bei Letzteren handelt es sich ausschliesslich um die bereits geplanten Hochhäuser der neuen Swisspor­arena.

Die Baudirektion hofft, dass private Unternehmen die Standorte nutzen werden. «Hochhäuser sind die effi­zienteste Form der Bodennutzung», sagt Ruedi Frischknecht, Leiter Stadtentwicklung.

Drei der Standorte liegen im Quartier Neustadt-Hirschmatt. Quartierpräsident Alexander Gonzalez will der Entwicklung nicht im Wege stehen: «So­lange das Gebiet aufgewertet wird, bin ich mit dem Bau von Hochhäusern einverstanden.» Über ein mögliches Hochhaus am Pilatusplatz entscheidet indirekt auch das Stimmvolk. Der Bau würde an die Stelle des heutigen Restaurants Schmiede zu stehen kommen, über dessen Erhalt am Sonntag abgestimmt wird.

Die Stadtluzerner können noch bis am 3. Dezember am BZO-Entwurf mitwirken. Alle Informationen dazu gibt es unter www.zukunft.stadtluzern.ch

Die wichtigsten BZO-Punkte

- Voraussetzungen schaffen für ein Wachstum der städtischen Bevölkerung um 9 bis 11 Prozent

- Erhöhung der Arbeitsplätze um 3,5 bis 5 Prozent

- Erreichbarkeit mit dem öffent­lichen Verkehr soll optimiert werden

- Schutz von Höfen, Gärten und Vorgärten

- Förderung des gemeinnützigen Wohnbaus

- Landschafts-, Ufer- und Naturzonen sollen geschützt werden

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