Aktualisiert 04.10.2011 12:37

«Letzi-Schande»

Stadt soll Stehplätze wieder streichen

Nach der «Letzi-Schande» fordert Hooligan-Experte Dölf Brack, dass die Stadt im Letzigrund doch keine Stehplätze baut wie geplant. Alles andere sei «hirnverbrannt».

von
Roman Hodel
Rauch in den Zuschauerrängen beim Derby GC – FCZ vom Sonntag. (Screenshot Teleclub)

Rauch in den Zuschauerrängen beim Derby GC – FCZ vom Sonntag. (Screenshot Teleclub)

«So etwas habe ich in ­Zürich noch nie erlebt», sagt Hooligan-Experte Dölf Brack zu den Ausschreitungen beim Derby GC – FCZ. Dass man Fahnen anzünde oder einander klaue, sei nichts Neues. «Doch diesmal war die Gewaltbereitschaft im Stadion aussergewöhnlich – Hooliganismus findet eher ausserhalb statt.» Aus Sicherheitsgründen fordert Brack, dass die Stadt während der Winterpause im Letzigrund doch keine Stehplätze realisiert wie geplant und von den Fans gewünscht. «Alles andere ist hirnverbrannt», so Brack. Zudem müsse man Fahnen und Doppelhalter im Stadion verbieten. «Dahinter werden gerne Pyroanzünder versteckt.» Überhaupt sollten laut Brack anständige Kurvenfans die unanständigen denunzieren. «Nur machen sie das nicht, aus Angst vor Repressalien.»

Die Stadtpolizei hofft nun auf Videomaterial aus dem Stadion: «Ob wir Straftaten tatsächlich Personen zuordnen können, werden wir prüfen», sagt Sprecher Marco Bisa. Eine Internet-Fahndung komme nur nach Absprache mit der Staatsanwaltschaft in Frage und wenn alle anderen polizeilichen Fahndungsins­trumente ausgeschöpft seien.

Hool-Experte Brack winkt ohnehin ab: «Das Videomaterial wird nicht viel bringen, da die meisten Randalierer vermummt waren.»

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