23.05.2019 08:45

Zürich-Höngg

Stadt streicht über 100 Parkplätze in blauer Zone

Über 100 Parkplätze will die Stadt an zwei Quartierstrassen in Zürich-Höngg streichen. Bei den Anwohnern bildet sich Widerstand.

von
mon
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An der Segantinistrasse in Zürich-Höngg will die Stadt 87 Parkplätze in der blauen Zone streichen.

An der Segantinistrasse in Zürich-Höngg will die Stadt 87 Parkplätze in der blauen Zone streichen.

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An der Kettberg-Strasse sollen 16 Parkplätze gestrichen werden.

An der Kettberg-Strasse sollen 16 Parkplätze gestrichen werden.

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Als Grund für die massive Reduzierung in den blauen Zonen gibt das Tiefbauamt der Stadt Zürich eine Aufwertung und Sicherung der Infrastruktur in den betroffenen Quartierstrassen an.

Als Grund für die massive Reduzierung in den blauen Zonen gibt das Tiefbauamt der Stadt Zürich eine Aufwertung und Sicherung der Infrastruktur in den betroffenen Quartierstrassen an.

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Unverständnis bei den Anwohnern in Zürich-Höngg: Über 100 Parkplätze will die Stadt im Quartier streichen. Betroffen davon sind 87 Parkplätze an der Segantinistrasse und 16 Parkplätze an der Kettberg-Strasse. Als Grund für die massive Reduzierung in der blauen Zone gibt das Tiefbauamt der Stadt Zürich eine Aufwertung und Sicherung der Infrastruktur in den betroffenen Quartierstrassen an.

Bei den Anwohnern bildet sich Widerstand

So sollen an der Segantinistrasse der Strassenbelag und die Werkleitungen erneuert werden. Zudem will die Stadt in beiden Quartierstrassen das Trottoir verbreitern und an der Segantinistrasse in einem nicht befahrbaren Abschnitt einen neuen Fuss- und Radweg realisieren. Laut dem «Tages-Anzeiger» ist auch eine Pflanzung von zwölf neuen Bäumen an der Segantinistrasse geplant.

Wie die Quartierzeitung «Zürich Nord» berichtet, bildet sich bei den Anwohnern bereits Widerstand. An der Segantinistrasse wie auch im Fall von Kettberg wurden Interessengemeinschaften gegründet. Beim Letzeren sollen fast 50 Parteien einen Einwand eingereicht haben.

Bundesnormen dafür verantwortlich

Unter ihnen ist auch Christoph Zürcher. Er wohnt seit langer Zeit im Kettberg und hat die IG Kettberg gegründet. Zum «Tages-Anzeiger» sagt er, dass es für ihn keine ersichtlichen Gründe für den Abbau der Parkplätze gebe. So würden sich beide Strassen in Wohnquartieren am Hang befinden und seien vom Durchgangsverkehr befreit. Zudem seien sie schlecht mit öffentlichen Verkehrsmitteln erschlossen.

Bei der Stadt Zürich macht man Bundesnormen bei Sanierungsarbeiten für die Massnahmen geltend. So seien beispielsweise die Durchfahrts-, Trottoir- und Parkplatzbreiten am Kettberg heute nicht mehr normgerecht.

Wie Sabina Mächler, Projektleiterin Kommunikation beim Tiefbauamt, betont, stehe der Parkplatzabbau somit nicht im Zusammenhang mit der Parkplatzverordnung.

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