Aktualisiert 25.09.2014 15:03

Bern

Stadt sucht neuen Wirt für Münsterplattform

Weg vom alten Schimmel: Für das Restaurant auf der Münsterplattform werden neue Wirte gesucht. Deshalb organisiert die Stadt einen Wettbewerb.

von
Mira Weingartner
Leer Tische anstatt volle Teller: Beim Restaurant Münsterplattform herrscht oft gähnende Leere.

Leer Tische anstatt volle Teller: Beim Restaurant Münsterplattform herrscht oft gähnende Leere.

«Der mit der besten, kreativsten und ausgefallensten Idee gewinnt», heissen die anspruchsvollen Vorgaben des Wettbewerbes der Stadt Bern. Der «Hauptgewinn» ist dabei ein Pachtvertrag zum Restaurant Münsterplattform.

Bern reichts

Die Stadt Bern hat genug von leeren Stühlen an schönen Sonnentagen auf der Pläfe, wo sich unzählige Berner tummeln und massenhaft Touristen mit Fotoapparaten angeschleppt kommen. «Es ist ein einzigartiger Platz, eine Perle von Bern», sagt Berns Finanzdirektor Alexandre Schmidt. Viele Reklamationen von Restaurant-Gästen hätten zudem den Anlass gegeben, dort grundlegende Veränderungen vorzunehmen. So berichtete auch ein ehemaliger Gast gegenüber 20Minuten: «Im Pavillon müffelte es, das Serviertablett hatte Schimmel drauf und das Besteck war ebenfalls nicht sauber.»

Neues Konzept im neuen Jahr

Die Veränderung soll so rasch als möglich eintreten. Im Januar 2015 läuft der Vertrag mit den momentanen Pächtern aus, erneuert wird dieser nicht mehr. Möglichst übergangslos, wenn möglich bereits ab Februar 2015, soll das Restaurant seine neuen Türen wieder öffnen. «Wir hoffen sehr, mit einem neuen Gastro-Konzept das Restaurant aufleben zu lassen», so Schmidt. Ihm ist jedoch auch klar, dass die Bewirtschaftung des historischen Pavillons alles andere als einfach ist: «Weil es ein historisch geschützter Bau ist, fehlt es an sanitären Anlagen, eine Küche ist beispielsweise nicht eingebaut.» Damit haderte auch die momentane Wirtin, Sabine Halbig: «Es ist nicht sehr einfach, unter all diesen Umständen ein Restaurant zu führen, trotzdem haben wir das Beste daraus gemacht.» Sie verlasse die Pläfe aber auch mit einem weinenden Auge: «Es ist ein sehr mystischer Ort, es ist ein kontrastreiches Restaurant.» Auch kontrastreich sollen die Eingaben von potenziellen Wirten sein: «Wir sind für alle Ideen offen», sagt Schmidt.

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