Aktualisiert 24.05.2007 20:50

Stadt will Notbetten ersatzlos streichen

Die Stadt will keine ganzjährig geöffnete Notschlafstelle – stattdessen sollen die Notbetten sogar ganz abgeschafft werden: So die Antwort des Gemeinderats auf einen politischen Vorstoss.

«Die Nachfrage steht in keinem Verhältnis zu den Kosten», sagt Sozialvorsteherin Edith Olibet. 40000 Franken zahlte die Stadt jeden Winter für die Notschlafstelle an der Hodlerstrasse. Diese war im Schnitt aber kaum mehr als zur Hälfte belegt. Im Rahmen des Haushaltssanierungspakets werden die Notbetten nun ersatzlos gestrichen.

Für Florian Binder von der kirchlichen Gassenarbeit arbeitet die Stadt an den Fachleuten vorbei: «Eine ganzjährige Notschlafstelle wäre absolut notwenig.» Von der Abschaffung der Notbetten seien nun vor allem jene Obdachlosen betroffen, die Hilfe am dringendsten benötigten. Binder: «Das wird die Situation noch weiter verschärfen.»

(hal)

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