Velos vs Fussgänger: Stadt will Situation entschärfen
Aktualisiert

Velos vs FussgängerStadt will Situation entschärfen

Immer wieder kommt es in der Stadt zu gefährlichen Situationen zwischen Fussgängern und Velofahrern. Die Stadt will jetzt Massnahmen prüfen.

von
Matthias Giordano und Markus Fehlmann

Viele Fussgänger nerven sich über Velorowdys, die sich in der Luzerner Innenstadt durch die Menschenmenge schlängeln und teils haarscharf an Passanten und kleinen Kindern vorbeirasen. «Wir stellen fest, dass die Rücksichtnahme im Verkehr sinkt», sagt Heinz Steiner von der Stadtpolizei. Auch Politikern ist das Problem bekannt. «Ich habe als Fussgänger selbst schon gefährliche Situationen erlebt», sagt CVP-Fraktionschef Markus Mächler. Heikle Zonen seien unter anderem die Altstadt, der Schweizerhofquai, der Jesuitenplatz und die Begegnungszone an der Bahnhofstrasse. Mächler glaubt aber nicht, dass sich das Problem politisch lösen lässt. «Vielmehr sollte man an die Verantwortung jedes Einzelnen appellieren.»

Genau dies ist zum Beispiel in der österreichischen Stadt Graz der Fall, die mit Luzern vergleichbar ist. Dort mahnen Transparente die Velofahrer dazu, mit Schritttempo unterwegs zu sein. Roland Koch vom Luzerner Tiefbauamt findet diese Variante prüfenswert: «Ich werde den Vorschlag an der nächsten gemeinsamen Sitzung mit Pro Velo und der Polizei thematisieren.»

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