Aktualisiert 14.03.2013 18:56

Château Gütsch Stadt will Taten sehen und zieht Schraube an

Letzte Chance für Alexander Lebedew: Wenn er die Auflagen der Stadt Luzern nicht erfüllt, verfällt die Gütsch-Baubewilligung. «Es ist fünf nach zwölf», sagt der Stapi.

von
Daniela Gigor
Ungewisse Zukunft: Das Château Gütsch in Luzern.

Ungewisse Zukunft: Das Château Gütsch in Luzern.

Der Stadtrat hat genug vom Hin und Her betreffend Gütsch: Nun muss die Château Gütsch Immobilien AG (CGI) fünf Auflagen erfüllen und einen straffen Zeitplan einhalten. Ansonsten verfällt die Baubewilligung. «Die Gütschbahn muss bis am 31. Oktober 2013 gebaut und in Betrieb sein», sagt Stadtpräsident Stefan Roth. Spätestens per 31. Oktober müssten ausserdem die Bauarbeiten für das neue Hotel Baluardo in Angriff genommen werden, sonst verfällt die Baubewilligung auch für diesen Annex-Bau.

Finanzierungnachweis gefordert

Für den Neubau der Bahn muss unter anderem bis am 12. April ein verbindlicher Finanzierungsnachweis einer Schweizer Bank eingereicht werden. Bis dahin wird erwartet, dass sich Alexander Lebedew persönlich schriftlich erklärt, dass er mit dem Bau der Gütschbahn und dem Zeitplan einverstanden ist. «Die Fristen sind bewusst knapp gesetzt. Nun ist fünf nach zwölf», so Roth. Pikant: Kürzlich erklärte Lebedew, er wolle Baluardo gar nicht mehr bauen.

Letzte Gelegenheit für Oligarch

«Wir haben die Forderungen an Herrn Lebedew weitergeleitet», sagt Gesa Eichler von der CGI. Ob sich Lebedew dem Druck beugen werde, konnte Eichler nicht beantworten. Sie räumte aber ein, dass die CGI alles daran setzen werde, die Auflagen zu erfüllen. Stapi Roth: «Nun hat Herr Lebedew letztmals Gelegenheit, Goodwill und Vertrauen zu schaffen.»

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