Aktualisiert 05.10.2006 11:41

Stadt Zürich mit 40-Millionen-Plus

Die Stadt Zürich budgetiert für das Jahr 2007 ein Plus von 40 Millionen Franken. Der Steuerfuss bleibt bei 122 Prozent. Finanzvorstand Martin Vollenwyder hofft allerdings, dass am Ende noch ein bisschen mehr herausschaue.

Nach den budgetierten Defiziten der vergangenen Jahre (die allerdings in den Rechnungen jeweils verschwunden waren) präsentierte Vollenwyder am Donnerstag erstmals wieder ein Budget mit schwarzen Zahlen für das kommende Jahr.

Budgetiert sind Aufwendungen von 7343,5 Millionen Franken (205,5 mehr als im Budget 2006) und Erträge von 7383,6 Millionen (+333,1). Damit ist in der Laufenden Rechnung ein Überschuss von 40,1 Millionen veranschlagt.

Einerseits ist dies laut Vollenwyder auf ausgezeichnete Steuererträge von geschätzten 2,4 Milliarden Franken (+261 Millionen) zurückzuführen. Anderseits sei weiterhin eine strikte Budgetdisziplin unabdingbar.

Die höheren Steuererträge sind Ausdruck der konjunkturellen Besserung. Erstmals nach jahrelangem deutlichem Anstieg verläuft auch die Kurve der Sozialausgaben flacher. Für Sozialhilfe etwa sind im Budget 07 344 Millionen Franken eingesetzt - für das laufende Jahr sind 345 Millionen veranschlagt.

Gesunder Selbstfinanzierungsgrad

Die Nettoinvestitionen betragen 988 Millionen Franken, 108 Millionen mehr als im Budget 2006. Der Selbstfinanzierungsgrad beläuft sich auf 62,4 Prozent. Er liegt damit innerhalb des finanzpolitischen Solls von 60 bis 70 Prozent und zeugt laut dem Finanzvorstand von einer «gesunden Situation».

Ein Teil der Investitionen sind Vorfinanzierungen und dergleichen - beispielsweise 60 Millionen Franken für das neue Letzigrundstadion. Zieht man diese Beträge ab, die letztlich von anderen Quellen bezahlt werden, so bleiben Nettoinvestitionen 406 Millionen. Damit wird der 400-Millionen-Franken-Plafonds im Bereich Verwaltung gerade eben eingehalten.

Das Eigenkapital betrug Ende 2005 449 Millionen Franken. Schliesst - wie sich abzeichnet - die Rechnung 2006 ausgeglichen, statt mit dem budgetierten Minus von 88 Millionen, so erhöht sich das Eigenkapital auf mindestens 489 Millionen, sagte Vollenwyder. Angestrebt wird ein Polster von 800 Millionen bis eine Milliarde Franken. Damit wäre ein mittlerer Konjunktureinbruch abzufedern.

Die für kommendes Jahr budgetierten 40 Millionen Franken Überschuss sind für Vollenwyder «das Mindest-Ziel». Am Schluss «möchte ich unterm Strich ein bisschen mehr sehen», sagte er. Ein höheres Plus zu budgetieren, wäre allerdings unseriös gewesen. (sda)

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