Stadt Zürich muss 7,1 Millionen Entschädigung zahlen
Aktualisiert

Stadt Zürich muss 7,1 Millionen Entschädigung zahlen

Die Stadt Zürich muss einem Grundeigentümer 7,1 Millionen Franken plus Zinsen zahlen, weil er sein Land nicht bebauen darf.

Das Bundesgericht hat dem Besitzer zweier Grundstücke am Kürberghang in Höngg Recht gegeben.

Die beiden Grundstücke am Kürberghang lagen gemäss der Bau- und Zonenordnung der Stadt Zürich von 1963 überwiegend in der Wohnzone. Mit der 1992 vom Stimmvolk angenommenen Bau- und Zonenordnung wurden die Parzellen der Freihaltezone zugeteilt.

Materielle Enteignung

Im Oktober 1997 setzte der Zürcher Stadtrat die Freihaltezonen im Bereich der zwei Grundstücke in Kraft. In der Folge verlangte der Eigentümer eine Entschädigung wegen materieller Enteignung.

Die Schätzungskommission des Kantons Zürich sprach ihm 2003 für die insgesamt rund 8700 Quadratmeter 7,1 Millionen Franken zu. Das Zürcher Verwaltungsgericht hiess die dagegen erhobene Beschwerde der Stadt im vergangenen Jahr gut.

Mit Überbaubarkeit rechnen dürfen

Das Bundesgericht hat dem Eigentümer nun Recht gegeben. Die Lausanner Richter erachteten als entscheidend, dass der Zürcher Stadtrat bereits 1986 einen Quartierplan Kürberhang festgesetzt hatte. Im Quartierplanverfahren habe die Stadt keine Vorbehalte gegen die Überbaubarkeit der fraglichen Parzellen gemacht.

Insgesamt habe der Grundeigentümer aufgrund der Vorgeschichte mit hoher Wahrscheinlichkeit mit der Überbauung seiner Parzellen rechnen dürfen, weshalb eine materielle Enteignung zu bejahen sei. Die Stadt muss ihm nun 7,1 Millionen Franken plus Zinsen seit 1997 zahlen. (sda)

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