Politiker fordern : Stadt Zürich soll Quartierläden schützen
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Politiker fordern Stadt Zürich soll Quartierläden schützen

Die Stadt soll Flächen für kleine Supermärkte erwerben, fordern Gemeinderäte. Grund: Wincasa wollte türkische Läden im Kreis 5 vertreiben – in einem Fall gibt es aber ein Happy End.

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som
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Hasan und Fatma Yapici betreiben seit 17 Jahren ein Lädeli im Kreis 5.

Hasan und Fatma Yapici betreiben seit 17 Jahren ein Lädeli im Kreis 5.

TA/Doris Fanconi
Kürzlich machte der Dirok Market an der Limmatstrasse Schlagzeilen, weil die Vermieterin Wincasa ihm mit dem Aus drohte. Es sei denn, er stelle den Verkauf von Lebensmitteln ein.

Kürzlich machte der Dirok Market an der Limmatstrasse Schlagzeilen, weil die Vermieterin Wincasa ihm mit dem Aus drohte. Es sei denn, er stelle den Verkauf von Lebensmitteln ein.

TA/Doris Fanconi
Nun gibt es beim Dirok Market im Kreis 5 ein Happy End, wie Inhaber Hasan Yapici zu 20 Minuten sagt: «Wir haben uns mit Wincasa geeinigt. Wir dürfen bleiben und weiterhin Lebensmittel verkaufen.» Er sei überglücklich: «Die Verhandlungen verliefen friedlich und gut.»

Nun gibt es beim Dirok Market im Kreis 5 ein Happy End, wie Inhaber Hasan Yapici zu 20 Minuten sagt: «Wir haben uns mit Wincasa geeinigt. Wir dürfen bleiben und weiterhin Lebensmittel verkaufen.» Er sei überglücklich: «Die Verhandlungen verliefen friedlich und gut.»

TA/Doris Fanconi

Kleine Quartierläden haben es in Zürich nicht leicht. So machte kürzlich der Dirok Market an der Limmatstrasse Schlagzeilen, weil die Vermieterin Wincasa ihm mit dem Aus drohte. Es sei denn, er stelle den Verkauf von Lebensmitteln ein.

Ähnlich ging die Immoblienfirma mit dem Lebensmittelgeschäft EGE Import Export an der Josefstrasse um. Der Inhaber wehrt sich gegen die Schliessung. Wie er zu 20 Minuten sagt, wird das Bundesgericht in den nächsten Tagen darüber entscheiden. Bereits gekündigt hat eine andere Verwaltung dem Maxi-Supermarkt am Albisriederplatz – dort zieht ein Migros-Take-away ein.

Gemeinderäte setzen sich für kleine Läden ein

Dass Liegenschaftsverwalter nicht mehr bereit sind, die Mietverträge mit kleinen Lebensmittelläden zu verlängern, ärgert den SP-Gemeinderat Florian Utz: «Schliesslich handelt es sich um erfolgreiche und beliebte Geschäfte, aber offenbar können mit anderen Firmen höhere Gewinne erzielt werden.»

Deshalb haben er und die Gemeinderäte Rebekka Wyler (SP), Walter Angst (AL) und Mario Babini (parteilos) ein Postulat eingereicht. Dieses verlangt, dass der Stadtrat prüfen soll, wie die Stadt und ihre Stiftungen Ladenflächen erwerben und sie zu tragbaren Mieten an kleinere und mittlere Lebensmittelgeschäfte vermieten können. Die erworbenen Flächen sollen alle zwei Jahre im Geschäftsbericht publiziert werden.

Dirok Market hat sich mit Wincasa geeinigt

Laut Utz vermietet die Stadt zwar heute schon Räume ans Gewerbe, aber davon profitiere nur ein Bruchteil. Von Zukäufen hätten laut ihm alle etwas: «Die Gewerbetreibenden eine Existenz und die Konsumenten eine breite Auswahl.» Zudem entstünden für den Steuerzahler nicht einmal Mehrkosten: «Die Läden würden eine angemessene Miete und Gewerbesteuern zahlen.»

Für kleine Läden setzen sich auch zwei Gemeinderäte der Grünen ein. In einer Interpellation verlangen sie, dass der Stadtrat die Vertreibung der Quartierläden beurteilt und aufzeigt, welche Möglichkeiten es gibt, um diesem Trend entgegenzuwirken.

Immerhin gibt es beim Dirok Market im Kreis 5 ein Happy End, wie Inhaber Hasan Yapici zu 20 Minuten sagt: «Wir haben uns mit Wincasa geeinigt. Wir dürfen bleiben und weiterhin Lebensmittel verkaufen.» Er sei überglücklich: «Die Verhandlungen verliefen friedlich und gut.»

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