Aktualisiert 04.01.2016 17:00

Sportanlage SihlhölzliStadt Zürich testet synthetisches Eisfeld

Auf der Sportanlage Sihlhölzli wird ein 200 Quadratmeter grosses Feld aus Kunststoff zum Eislaufen aufgestellt. Wer Schlittschuhe hat, kann es gratis ausprobieren.

von
rad

Zwischen dem 9. Januar und dem 28. Februar ist das synthetische Eisfeld täglich von 9 bis 21 Uhr geöffnet. Der Zutritt ist gratis, Schlittschuhe müssen mitgebracht werden.

Das Kunststoff-Feld braucht keinen Strom, ist nicht kalt und kann in kurzer Zeit aufgebaut werden, wie das Sportamt der Stadt Zürich am Montag mitteilte. Für Kinder und Einsteigerinnen und Einsteiger sei die nicht kalte Rutschfläche angenehm, heisst es weiter.

Kunststoff-Feld ist wegen Heuried-Schliessung sehr willkommen

Das Kunststoff-Feld ist im Quartier höchst willkommen, da das Angebot an Schlittschuhbahnen bis zur Wiedereröffnung der Sport- und Freizeitanlage Heuried, die derzeit umgebaut wird, im Herbst 2017 sehr beschränkt ist.

Das Sportamt der Stadt Zürich möchte mit dem Testlauf im Sihlhölzli herausfinden, ob synthetische Gleitflächen als energiefreundliche Alternative für den öffentlichen Eislauf geeignet sind. Wie es beim Sportamt heisst, haben andere Anbieter gute Erfahrungen gemacht.

Keine konkreten Pläne

Trotzdem sei der Bau von einer Kunststoff-Bahn anderenorts zurzeit nicht vorgesehen, so Charles Dössegger, Assistent der Abteilung Sportanlagen der Stadt Zürich. Die Bahn im Sihlhölzli sei lediglich ein unabhängiger Testlauf.

Zwar hat man bei der Stadt bereits darüber nachgedacht, im Heuried ein kleineres Kunststofffeld zu bauen, da eines der beiden Felder nach dem Umbau aus Kostengründen stillgelegt wird. Konkrete Pläne gibt es aber nicht, wie Roland Bächler, Betriebsleiter Sportzentrum Heuried sagt.

Bedenken, dass sich Kunststoff-Bahn etabliert

Er äussert auch Bedenken, sollte man sich doch in absehbarer Zeit für den Bau einer Kunststoff-Bahn entscheiden: «Ich rechne mit einer anfänglichen Euphorie, die jedoch schnell abflauen wird.» Die Bahn könne langfristig ungenutzt bleiben.

Bächler, der früher selbst Eishockey spielte, findet, dass Kunststoff-Schlittschuhbahnen schlechtere Gleiteigenschaften als herkömmliche Bahnen haben: «Sie sind nicht als Sport- und Wettkampf-Bahnen geeignet.»

(rad/sda)

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