Stadtbusse schleudern noch zwei Jahre Russ und Dreck
Aktualisiert

Stadtbusse schleudern noch zwei Jahre Russ und Dreck

Auf keinem Busnetz ist der Anteil an filterlosen Dieselbussen grösser als in St. Gallen. Sofortmassnahmen gegen Dreckschleudern sind keine geplant.

Alle 32 Dieselbusse desSt. Galler Verkehrsnetzes sind ohne Partikelfilter unterwegs. Das ist einsame Spitze, wie ein Vergleich der «SonntagsZeitung» zwischen zehn städtischen Verkehrsbetrieben zeigt. Die Stadt St. Gallen ist sich ihrer schmutzigen Busflotte bewusst – Sofortmassnahmen sind dennoch keine geplant.

«2007 gibt es neue Busse. Es ist stumpfsinnig, für die letzten Monate nochmals alle alten umzurüsten», sagt Urs Weishaupt, Sprecher der StadtSt. Gallen. Fahren dürften die 16 bis 22 Jahre alten St. Galler Busse eigentlich noch bis 2010, wegen des Russpartikelausstosses werden sie jetzt aber bereits 2007 durch eine neue Flotte für 18,5 Millionen Franken ersetzt.

Müssen die St. Galler bis dahin den Dieselruss des öffentlichen Verkehrs einfach schlucken? «Irgendwie ja. So schlimm ist es aber nicht, die langen Strecken werden ohnehin schon von elektrischen Trolleybussen bedient», so Weishaupt. Und er verspricht: «Die 32 neuen Busse werden mit modernster Filtertechnik ausgerüstet sein.»

(bru)

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