Gratis oder günstig: Stadtführer und Kulturlegi für arme Basler

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Gratis oder günstigStadtführer und Kulturlegi für arme Basler

Caritas startet am Welttag zur Überwindung von Armut zwei Aktionen, die Bedürftigen das Leben erleichtern sollen.

von
lua
In Basel gibt es ab 17. Oktober die Kulturlegi für Menschen am existenzminimum.

In Basel gibt es ab 17. Oktober die Kulturlegi für Menschen am existenzminimum.

Im Museum der Kulturen ist der Eintritt jeden ersten Sonntag im Monat frei und bei Bell an der Elsässerstrasse gibt es einen Fabrikverkauf von Fleischwaren: Dass es gewisse Dinge in Basel ganz günstig oder gar gratis gibt, zeigt der neue «Stadtführer für das kleine Budget». Dieser erscheint mit rund 220 Tipps am Donnerstag zum Armutstag, gleichzeitig lanciert Caritas Basel auch die Vergünstigungs-Karte Kulturlegi.

«Die Angebote sollen den Leuten vor allem ermöglichen, an gesellschaftlichen Ereignissen teilnehmen zu können. Deshalb erwähnen wir, dass Events wie etwa das Kulturfloss oder die Tattoo Parade gratis sind», so Christoph Bossart, Geschäftsleiter von Caritas beider Basel. Denn er spürte in den letzten Jahren die Tendenz, dass dies für manche Baslern aus finanziellen Gründen nicht mehr machbar war.

Jede siebte Person betroffen

Laut Caritas ist in der Schweiz jede siebte Person von Armut betroffen – in Basel also rund 25 000. «Für die Kulturlegi braucht es einen Nachweis, dass man am Existenzminimum lebt», so Projektleiterin Karin Vonwil. Sie rechnet damit, dass mit der Zeit an die 5000 Karten verteilt werden. Die Legi bietet konkrete Rabatte – in der Schweiz gibt es Hunderte Angebote: Von Reka-Ferien für 100 Franken bis zum Zoo-Besuch in Zürich zum halben Preis.

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