Rheinfelden: Stadtgeissen-Knatsch: Streit beim Ortstermin
Aktualisiert

RheinfeldenStadtgeissen-Knatsch: Streit beim Ortstermin

Die Stadtverwaltung Rheinfelden und Ziegen-Expertin Marianne Brunner trafen sich am Mittwoch, um den Gesundheitszustand der Stadtgeissen zu besprechen. Dabei kam es zu Gehässigkeiten.

von
pjz
Für die Rheinfeldener Stadtgeissen soll eine Lösung her.

Für die Rheinfeldener Stadtgeissen soll eine Lösung her.

Neues Kapitel im Knatsch um die Rheinfeldener Stadtgeissen: Vertreter der Stadt Rheinfelden und Marianne Brunner, Leiterin der Ziegen-Forschungsstation Castiel (GR), trafen sich am Mittwochnachmittag, um die Verfassung der Tiere zu prüfen. Brunner hatte bereits zuvor eine Expertise zum Zustand der Geissen erstellt. Diese hatte ergeben, dass die Tiere an Mangelernährung leiden. Die Vertreter der Stadt waren damit nicht einverstanden, da Brunner die Tiere nicht direkt vor Ort untersucht hatte. Deshalb ging man gemeinsam ins Gehege.

Unter den Anwesenden waren auch der Stadtbaumeister Urs Affolter, der amtliche Kantonstierarzt Urs Frei, Werkhof Leiter Andreas Frömcke und «Geissenvater» Daniel Jost.

Wer ist der Schuldige?

Im Gehege wurden sie bereits von Tierschützer Ruedi Müller und seiner Partnerin Esther Müller erwartet. Müller, der die Stadt Rheinfelden aufgrund von Tierquälerei und unterlassene Hilfeleistung anzeigen will, wurde unverzüglich von Affolter aus dem Gehege gewiesen, worauf Müller anfing, sich lauthals zu beklagen. Er ist überzeugt, dass es den Geissen schlecht geht: «Die Tiere bekommen nicht genug zu essen – und den Geissenvater kümmert es nicht.» Müller fordert, dass Jost seines Amtes enthoben wird. Zwischen den beiden kam es darum auch zu einem kurzen, aber heftigen Wortwechsel.

Unbeirrt davon begann Brunner mit der Untersuchung der Zwergziegen. Zu allfälligen Ergebnissen äusserte sie sich allerdings noch nicht. Die Stadtverwaltung ist trotz der Querelen positiv gestimmt und hofft, für die Geissen eine gute Lösung zu finden. «Es geht allen Beteiligten in erster Linie um die Tiere. Diesen soll es gut gehen», betont Urs Affolter.

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