Aktualisiert 15.08.2013 20:44

EntscheidStadtnomaden bleiben auf dem Schermenareal

Die Berner Stadtnomaden kriegen eine Galgenfrist: Die Burgergemeinde duldet die Wagenbewohner weitere drei Monate.

von
Sophie Reinhardt
Die Stadtnomaden bleiben noch bis im Herbst auf dem Schermenareal.

Die Stadtnomaden bleiben noch bis im Herbst auf dem Schermenareal.

Dutzende Wohnwagen, 10 Traktoren und 24 Hunde der Stadtnomaden hätten Anfang August zügeln sollen. Doch so weit kam es nicht: Die Anwohner der Siedlung Eymatt stellten sich quer (20 Minuten berichtete). Gestern teilte nun die Stadt Bern mit, dass die Wagenburg als Notlösung auf dem Schermenareal bleiben könne. «Die Burgergemeinde hat sich bereit erklärt, das Gelände nochmals für drei Monate zur Verfügung zu stellen», so Stefanie Gerber von der Burgergemeinde. Die Stadtnomaden sind seit Mitte Mai dort.

Keine Alternative zu Riedbach

Was danach mit der Wagenburg geschieht, entscheidet das Stimmvolk: Am 22. September haben die Berner über eine Zone für Wohnexperimente in Riedbach abzustimmen. «Egal wie die Abstimmung ausfällt, die Stadt sucht sicher keine neuen Standorte mehr», so Stapi Alexander Tschäppät. Doch die Stadtnomaden wollen nicht nach Riedbach. In einem offenen Brief schrieb der «Verein Alternative» bereits, der Platz entspreche nicht ihren Interessen. «Auf diesem Gelände würden sich dann alle Menschen ansammeln, die alternativ leben wollen.» Das bedeute, dass man sich den Platz in der Zone für Wohnexperimente mit Jurtenbewohnern, Zelten und Schrebergärtnern teilen müsste. Wenn die Zone schliesslich voll belegt sei, bestehe für jeden weiteren Bürger, der alternativ leben möchte, keine Möglichkeit mehr dazu.

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