Stadtpolizei löst Reitergruppe auf
Aktualisiert

Stadtpolizei löst Reitergruppe auf

Die Stadtpolizei Zürich löst aus Kostengründen im Laufe des nächsten Jahres ihre Reitergruppe auf.

Auch eine professionelle Reiterstaffel als Ersatz kann sich die Stapo nicht leisten.

Mit dem Entscheid, die Reitergruppe aufzulösen, verliere die Stadtpolizei ein wichtiges, nützliches Einsatzmittel und einen Sympathieträger in der Bevölkerung, schreibt die Stadtpolizei in einer Mitteilung vom Freitag. Die Kosten seien gemessen an deren Effizienz sehr hoch.

Der polizeiliche Einsatz der Reitergruppe mit Milizpferden hat zudem Grenzen und birgt höhere Risiken als mit speziell ausgebildeten Pferden. Die Reiterinnen und Reiter hätten auch einen grossen persönlichen Aufwand zu erbringen, da sie ihren Dienst hauptamtlich auf Regional- und Quartierwachen verrichten.

Die 1908 ins Leben gerufene Reiterpatrouille, die nebst polizeilichen Einsätzen traditionellerweise den Umzug am Sechseläuten anführt, ist seit ihrem Bestehen im Milizsystem organisiert. Sie umfasst zur Zeit zehn Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte.

Im Rahmen der im Sommer 2000 von der Stadt Zürich lancierten Aktion «Sicherheit und Sauberkeit» werden von April bis Oktober täglich Kontrollgänge entweder ums Seebecken oder in anderen Grünzonen der Stadt geritten.

Auch keine Profistaffel

Da die Einsatzmöglichkeiten einer Reiterstaffel grundsätzlich positiv bewertet werden, prüfte die Stadtpolizei deren Professionalisierung. Dies hätte laut Mitteilung aber eine einmalige Investition von rund 1,8 Millionen Franken erfodert.

Zudem wäre mit jährlich wiederkehrenden Kosten von etwa 450 000 Franken zu rechnen gewesen. Auch würde eine personelle Schwächung der Regionalwachen resultieren. Angesichts des zunehmenden Spardrucks kann sich die Stadtpolizei dies nicht leisten.

(sda)

Deine Meinung