Aktualisiert 06.06.2005 21:42

Stadtpolizei Zürich: Einsatz gegen FCB-Fans war richtig

Die Stadtpolizei Zürich rechtfertigt ihren Einsatz gegen die FCB-Fans: 80 Prozent der im Dezember Verhafteten seien «erlebnis- und gewaltorientiert».

«Das ist doch ein Ablenkungsmanöver», ärgert sich Manuela Schiller, Anwältin der FCB-Fans. Wie die Stadtpolizei Zürich mitteilte, konnten Hooligan-Spezialisten 346 der am 5. Dezember Festgenommenen «dem Kreis der erlebnis- und gewaltorientierten Fans» zuordnen. Ihre Dossiers werden der Staatsanwaltschaft übergeben.

Insgesamt 427 FCB-Fans waren vor dem Match gegen GC im Bahnhof Altstetten verhaftet und während Stunden festgehalten worden. Im Namen der Fans reichte Schiller daraufhin Strafanzeige gegen das «völlig unverhältnismässige und illegale Vorgehen der Polizei ein». Zudem wehrt sie sich gegen die Bestrebungen, die Fan- und Hooliganszene zu «deanonymisieren», beziehungsweise deren Fotos in einer Datenbank zu speichern. «Das ist ein Verstoss gegen das Datenschutzgesetz», sagt Schiller. Eine Beschwerde hat sie bereits eingereicht. Über die «undifferenzierte Formulierung ‹erlebnis- und gewaltorientiert›» ärgert sie sich genauso wie Stephan Kohler vom Dachverband Muttenzerkurve.

Stadtpolizeisprecher Marco Cortesi verteidigt die Aktion und warnt: «Wir werden künftig noch viel konsequenter durchgreifen.»

(aro/dd)

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