Mehrkosten: Stadtrat Theiler erhebt Beschwerde wegen Bären-Finanzierung
Aktualisiert

MehrkostenStadtrat Theiler erhebt Beschwerde wegen Bären-Finanzierung

Der Berner Stadtrat Luzius Theiler findet, die Übergangsfinanzierung für den Bau des neuen Berner Bärenparks gehöre vors Berner Stadtparlament.

Er hat deshalb gegen Entscheide des Gemeinderats und der Stadtbauten Bern Beschwerde eingereicht. In seiner am Montag den Medien zugestellten Gemeindebeschwerde schreibt der einzige Stadtrat der Grünen Partei Bern, der Bärenpark sei nicht Eigentum der Stadtbauten Bern (StaBe). Deshalb sei der Stadtrat für die Genehmigung eines Kredits von 3,8 Mio. Franken für die Übergangsfinanzierung des Bärenparks zuständig.

Theiler ficht beim Regierungsstatthalteramt einen Beschluss des StaBe-Verwaltungsrats und des Gemeinderats an. Der GPB-Stadtrat reichte zu diesem Thema im Oktober auch schon eine Interpellation ein.

In seiner Antwort auf diesen Vorstoss erklärte der Berner Gemeinderat, er habe keinen Nachkredit beschlossen. Vielmehr gehe es um einen Investitionskredit der Stadtbauten Bern. Für solche Kredite sei - wenn es um 2 bis 7 Mio. Franken geht - der Gemeinderat zuständig.

Der neue Berner Bärenpark sollte ursprünglich knapp 10 Mio. Franken kosten. Inklusive Teuerung und Hochwasserschutz resultierte nach der Vergabe der Arbeiten ein Preis von 11,3 Mio. Franken. Wegen unpräziser Expertenvorhersagen zum Baugrund lautet die Kostenschätzung nun 14,5 Mio. Franken.

Damit die Bauarbeiten nicht unterbrochen werden müssen, will StaBe so lange mit Geld aushelfen, bis die Finanzierungslücke mit neuen Sponsorengeldern und dem Verkauf von namentlich gezeichneten Pflastersteinen gefüllt ist.

Die Option, den Bau einzustellen und das Projekt zu begraben, sei geprüft und sogleich verworfen worden, sagte Rudolf Lanzrein, Direktor der Stadtbauten Bern, beim Bekanntwerden der Mehrkosten im September. Dies hätte nur zu «noch mehr Kosten ohne Gegenwert» geführt. (sda)

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