Gerold Lauber: Stadtrat vergleicht Trump mit SVP und erntet Kritik
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Gerold LauberStadtrat vergleicht Trump mit SVP und erntet Kritik

In seiner «Tagblatt»-Kolumne kritisiert Stadtrat Gerold Lauber Donald Trump. Das passt zwei SVP-Gemeinderäten gar nicht — vor allem wegen des Vergleichs mit ihrer Partei.

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jen
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Stadtrat und Schulvorsteher Gerold Lauber (CVP) kritisierte in einer «Tagblatt»-Kolumne den US-Präsidenten Donald Trump. Aber auch die SVP und die Befürworter zweier Initiativen bekamen ihr Fett weg: «Im Trend liegt «Zeichen setzen», für Rückzug und Abschottung, auch bei uns. Minarettverbot unddie  Masseneinwanderungsinitiative fanden Unterstützung in unserm Land. Wenn das nur kein böses Erwachen gibt.»

Stadtrat und Schulvorsteher Gerold Lauber (CVP) kritisierte in einer «Tagblatt»-Kolumne den US-Präsidenten Donald Trump. Aber auch die SVP und die Befürworter zweier Initiativen bekamen ihr Fett weg: «Im Trend liegt «Zeichen setzen», für Rückzug und Abschottung, auch bei uns. Minarettverbot unddie Masseneinwanderungsinitiative fanden Unterstützung in unserm Land. Wenn das nur kein böses Erwachen gibt.»

Keystone/Walter Bieri
Dieser Vergleich von Trumps Abschottungspolitik und den SVP-Initiativen zum Minarettverbot und der Masseneinwanderung ging zwei SVP-Gemeinderäten zu weit. Stefan Urech ...

Dieser Vergleich von Trumps Abschottungspolitik und den SVP-Initiativen zum Minarettverbot und der Masseneinwanderung ging zwei SVP-Gemeinderäten zu weit. Stefan Urech ...

Stadt Zürich
... und Samuel Balsiger verlangten vom Stadtrat, die Äusserungen von Lauber zu bewerten. Dieser verzichtete aber auf eine Stellungnahme.

... und Samuel Balsiger verlangten vom Stadtrat, die Äusserungen von Lauber zu bewerten. Dieser verzichtete aber auf eine Stellungnahme.

Stadt Zürich

Ein «Faschist» und ein «selbstverliebter Meister der Bösartigkeit und des Absurden», der sich in einem «Verschwörungswahn» befindet und ein «nationalistisch-rassistisches Verhalten» an den Tag legt: So beschreibt Stadtrat und Vorsteher des Schul- und Sportdepartements Gerold Lauber (CVP) den neu gewählten US-Präsidenten Donald Trump in seiner «Tagblatt»-Kolumne am 6. Juli.

Aber der Stadtrat geht nicht nur mit Donald Trump hart ins Gericht. Auch die SVP und die Befürworter zweier Initiativen bekommen ihr Fett weg: «Im Trend liegt «Zeichen setzen», für Rückzug und Abschottung, auch bei uns. Minarettverbot und Masseneinwanderungsinitiative fanden Unterstützung in unserm Land. Wenn das nur kein böses Erwachen gibt.»

Kritik seitens der SVP

Dieser Vergleich von Trumps Abschottungspolitik und den SVP-Initiativen zum Minarettverbot und der Masseneinwanderung ging zwei SVP-Gemeinderäten zu weit: Stefan Urech und Samuel Balsiger verlangten vom Stadtrat, die Äusserungen von Lauber zu bewerten, schreibt der «Tages-Anzeiger».

Dieser winkt aber ab: In einer gerade erschienenen Antwort heisst es, dass sie die Trump-Kritik ihres Kollegen nicht kommentieren möchten. Begründung: Bei der Stadtratskolumne handle es sich um freie, persönliche Meinungsbeiträge. Diese würden weder die Meinung des Stadtrats abbilden noch seien sie für die städtische Politik wegweisend.

Lauber hält an seinem Kurs fest

Stefan Urech war über diese Antwort nicht erfreut: In der Gemeinderatssitzung vom Mittwochabend warf er Lauber in einer spontanen persönlichen Erklärung Diskussionsverweigerung vor. Lauber sass im Saal, meldete sich aber nicht zu Wort.

Am 9. November kam dann doch noch eine Reaktion: In einer weiteren «Tagblatt»-Kolumne schrieb er, dass er weiterhin seine persönliche Meinung schreiben werde. Er habe ja nur diese.

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