Veloparkplätze: Stadtzürcher Linke fordert Velo- statt Autoparkplätze

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VeloparkplätzeStadtzürcher Linke fordert Velo- statt Autoparkplätze

Das Angebot an Fahrradabstellplätzen hinkt der Nachfrage weit hinterher. Daher fordern AL, SP und Grüne den Zürcher Stadtrat auf, Tausende Velo- und Cargoveloabstellplätze zu schaffen – auf Kosten von Autoparkplätzen.

von
Yann Bartal
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In einer Motion fordern AL, SP und Grüne 10'000 öffentlich zugängliche Strassenveloabstellplätze und 500 Cargoveloabstellplätze zu schaffen.

In einer Motion fordern AL, SP und Grüne 10'000 öffentlich zugängliche Strassenveloabstellplätze und 500 Cargoveloabstellplätze zu schaffen.

20min/Marco Zangger
Derzeit gibt es in Zürich für Velos rund 2000 öffentlich zugängliche Abstellanlagen mit ca. 44'000 Abstellplätzen.

Derzeit gibt es in Zürich für Velos rund 2000 öffentlich zugängliche Abstellanlagen mit ca. 44'000 Abstellplätzen.

20min/Marco Zangger
Viele Abstellplätze sind heute so stark ausgelastet, dass es teilweise kaum mehr möglich ist, ein zusätzliches Velo abzustellen. Für den zunehmenden Cargoveloverkehr sind oft gar keine Abstellmöglichkeiten vorhanden.

Viele Abstellplätze sind heute so stark ausgelastet, dass es teilweise kaum mehr möglich ist, ein zusätzliches Velo abzustellen. Für den zunehmenden Cargoveloverkehr sind oft gar keine Abstellmöglichkeiten vorhanden.

20min/Marco Zangger

Darum gehts

Derzeit gibt es in Zürich für Velos rund 2000 öffentlich zugängliche Abstellanlagen mit ca. 44'000 Abstellplätzen. Das seien zu wenige, finden SP, Grüne und AL des Zürcher Gemeinderates. Die Situation sei unbefriedigend, erklärt SP-Gemeinderätin Anna Graff. Viele Abstellplätze seien übervoll, in der Folge würden Fahrräder oft auf Trottoirs parkiert – zulasten von Fussgängerinnen und Fussgängern. «Die Stadt Zürich soll deutlich mehr Veloparkplätze zur Verfügung stellen, damit nicht noch mehr Fussgänger behindert werden», meint Graff.

Damit die neuen Veloabstellplätze, wo immer möglich, nicht auf Kosten von Aufenthalts- oder Verkehrsflächen des Langsamverkehrs gehen, sollen sie grösstenteils auf Autoabstellplätzen erstellt werden, schreiben die Ratsmitglieder in ihrer Motion.

«Jede Woche kommen Dutzende Parkplätze weg»

Bei der eingereichten Motion gehe es nicht um Veloabstellplätze, sondern um einen radikalen Parkplatzabbau, findet SVP-Gemeinderat Stephan Iten. «Wir haben jetzt schon einen enormen Druck auf Autoparkplätze. Die Leute kommen nicht einfach mit dem Velo, wenn es mehr Fahrradabstellplätze gibt.»

In der Motion wird ebenfalls gefordert, die Plätze nach Möglichkeit zu entsiegeln, also den Asphalt beispielsweise durch Schotter oder Gras zu ersetzen. «Mit der Entsiegelung leisten die Abstellplätze zusätzlich einen Beitrag zur Hitzeminderung und zur Biodiversitätsförderung.» Diesen Aspekt lässt Stephan Iten nicht gelten, denn auch er setze sich für die Entsiegelung von Asphalt ein. «Gegen Entsiegelung spricht nichts, aber auch Autoabstellplätze können entsiegelt werden, deswegen muss man diese nicht in Veloparkplätze umwandeln.»

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