Stadt Zürich: Fünf Tage Menstruations-Urlaub für Mitarbeiterinnen

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Politischer VorstossStädtische Mitarbeiterinnen sollen fünf Tage Mens-Urlaub nehmen können

Die Grünen forderten, dass Mitarbeiterinnen der Zürcher Stadtverwaltung wegen Mens-Beschwerden freinehmen können. Das Postulat wurde am Mittwoch überwiesen.

von
Lynn Sachs
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Bei Menstruationsbeschwerden sollen städtische Mitarbeiterinnen freinehmen können. Schreib uns hier, was du davon hältst!

Bei Menstruationsbeschwerden sollen städtische Mitarbeiterinnen freinehmen können. Schreib uns hier, was du davon hältst!

20min/Celia Nogler
Einen Vorstoss zu einem solchen Pilotversuch hat der Gemeinderat am Mittwoch dem Stadtrat überwiesen.

Einen Vorstoss zu einem solchen Pilotversuch hat der Gemeinderat am Mittwoch dem Stadtrat überwiesen.

20min/Michael Scherrer
Grünen-Gemeinderätin Anna-Béatrice Schmaltz hofft, dass mit dem Pilotversuch das Thema der Periode enttabuisiert wird.

Grünen-Gemeinderätin Anna-Béatrice Schmaltz hofft, dass mit dem Pilotversuch das Thema der Periode enttabuisiert wird.

Privat

Darum gehts

  • Während eines Pilotversuchs sollen Mitarbeiterinnen der Zürcher Stadtverwaltung Menstruationsurlaub nehmen dürfen.

  • Das forderte ein Postulat der Grünen.

  • Dieses wurde am Mittwoch nach heftigen Diskussionen mit 60 zu 52 Stimmen dem Stadtrat überwiesen.

In einem Pilotversuch sollen städtische Mitarbeiterinnen, die unter Menstruationsbeschwerden leiden, bis zu fünf Tage freinehmen können – das bei voller Bezahlung. Über den Vorstoss der Grünen wurde am Mittwoch im Gemeinderat heftig diskutiert. Das Postulat wurde mit 60 zu 52 Stimmen dem Stadtrat überwiesen.

Die Gemeinderätinnen Anna-Béatrice Schmaltz und Selina Walgis begründeten den Menstruationsurlaub damit, dass jede dritte Frau trotz Perioden-Schmerzen arbeiten gehen muss. Deswegen der Arbeit fern zu bleiben, sei schwierig. Mit dem Vorstoss hoffen die Politikerinnen, dass das Thema der Menstruation enttabuisiert wird. 

Die SP und die AL unterstützten den Pilotversuch, wie der «Tages-Anzeiger» berichtet. Dagegen waren hingegen die FDP und die SVP. Die FDP-Gemeinderätin Yasmine Bourgeois nannte den Vorstoss «unnötig» und «absurd». Dafür brauche es keine eigene Regelung. Susanne Brunner (SVP) bezeichnete den Pilotversuch gar als Gegenteil der Gleichberechtigung: «Ich habe die Nase voll davon, dass wir Frauen von Links-Grün immer in die Opferrolle gedrängt werden.»

Die GLP hatte keine Stimmempfehlung beschlossen.

Verlängerter Mutterschutz für städtische Angestellte

Im Oktober hatte sich der Gemeinderat für eine SP-Motion ausgesprochen, welche einen verlängerten Mutterschutz verlangte. So sollen städtische Angestellte künftig nicht erst nach, sondern bereits drei Wochen vor der Entbindung Urlaub erhalten. 

Bereits dieser Entscheid hatte zu Diskussionen geführt: Bürgerliche Gegner der Motion kritisierten, dass die Reform nur auf städtische Angestellte ausgerichtet sei.  

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