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DetailhandelStädtischer Hofladen will lokale Produktion fördern

Die Kleinbasler Trendmeile Feldbergstrasse hat ihren ersten Hofladen. Im Lokal gibt es Lebensmittel von regionalen Bauern. Slow-Food-Angebote boomen in der Region.

von
fh
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Mit ihrem Quartierladen im Kleinbasel will Esther Lori auf Nachhaltigkeit und eine bewusste Ernährung aufmerksam machen. Zu kaufen gibt es regionale und saisonale Produkte.

Mit ihrem Quartierladen im Kleinbasel will Esther Lori auf Nachhaltigkeit und eine bewusste Ernährung aufmerksam machen. Zu kaufen gibt es regionale und saisonale Produkte.

20 Minuten/fh
Zusammen mit Slow Food Basel-Präsident Bernd Wilkens unterstützt sie lokale Bauern und hilft ihnen ihre Produkte auf den Markt zu bringen.

Zusammen mit Slow Food Basel-Präsident Bernd Wilkens unterstützt sie lokale Bauern und hilft ihnen ihre Produkte auf den Markt zu bringen.

20 Minuten/fh
Die Produkte bezieht sie von Kleinproduzenten aus den Kantonen Basel, Solothurn und Aargau, die nachhaltig arbeiten und faire Preise verlangen. Auch Produkte aus Deutschland und Frankreich finden in ihrem Laden Asbatz.

Die Produkte bezieht sie von Kleinproduzenten aus den Kantonen Basel, Solothurn und Aargau, die nachhaltig arbeiten und faire Preise verlangen. Auch Produkte aus Deutschland und Frankreich finden in ihrem Laden Asbatz.

20 Minuten/fh

Biologisch, regional und frisch sollen Lebensmittel heute sein. Für den modernen Stadtmenschen gewinnen «Echtheit, Natürlichkeit und Nachvollziehbarkeit» bei der Ernärung an Bedeutung, kommt der aktuellste European Food Trends Report des Gottlieb-Duttweiler-Instituts zum Schluss.

Dass mitten in der Kleinbasler Trendmeile Feldbergstrasse jetzt auch eine Art Bauernmarkt eröffnet hat, passt zu dieser Entwicklung. Im Laden namens Lokal ist der Name Programm:

Inhaberin Esther Lori verkauft hier erntefrische regionale Produkte. «Ich will den Leuten zeigen, was es heisst, nachhaltig einzukaufen und sich bewusst zu ernähren», sagt sie.

Mit ihrem Angebot stösst Lori auf viel positive Zustimmung im Quartier. «Die Leute kommen gerne zu mir», freut sie sich.

Quereinsteigerin in Lebensmittelbranche

Lori kommt eigentlich aus der Kommunikationsbranche und betritt mit ihrem Laden berufliches Neuland. Ihr Erweckungserlebnis hatte sie an der Mailänder Expo vom letzten Jahr, die sich mit der Problematik der Welternährung auseinandersetzte. «Das war der Zeitpunkt, als ich mich dazu entschied, einen eigenen Laden zu eröffnen», so Lori. «Mit meinem Lokal möchte ich die lokale Wirtschaft unterstützen und so die Umwelt schonen.»

Ihre Produkte bezieht sie von Kleinproduzenten aus den Kantonen Basel, Solothurn und Aargau, die nachhaltig arbeiten und faire Preise verlangen. Auch Produkte aus Deutschland und Frankreich finden in ihrem Laden ein Plätzchen. Für Lori spielen diese Kleinproduzenten eine wichtige Rolle, wenn es darum geht, die Schweiz mit gesunden und frischen Lebensmitteln zu versorgen: «Ihnen gebührt Respekt, Wertschätzung und Unterstützung.» Ideell unterstützt wird sie vom Basler Ableger der Slow-Food-Bewegung.

Maximal 39 Kilometer

«Unser Ziel ist es lokale Bauern zu unterstützen und ihre Produkte auf den Markt zu bringen», sagt Bernd Wilkens, Präsident von Slow Food Basel. So könnten die von Slow Food unterstützten Produkte auch in grösseren Coop-Filialen gekauft werden. Unter dem Leitsatz «Gut, sauber und fair» soll den Menschen ein neues Verständnis für Lebensmittel vermittelt werden.

Auch andere Betriebe in der Region setzen auf die Marke Regional. Etwa das Café Radius 39 am Wielandplatz. Hier sind alle Speisen und Getränke mit Zahlen versehen, die die Entfernung zum jeweiligen Produktionsort angeben. Alles, was es im Laden zu konsumieren und zu kaufen gibt, stammt aus einem Umkreis von weniger als 39 Kilometern.

Derweil öffnet auch die Digitalisierung den Produzenten neue Vertriebskanäle. Die Baselbieter Bauern bieten ihre erntefrischen Produkte seit diesem Frühling über einen Online-Shop an.

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