Solothurn: Ständerat macht Druck für Weissenstein
Aktualisiert

SolothurnStänderat macht Druck für Weissenstein

Der Bund soll im Konflikt um die Seilbbahn auf den Solothurner Hausberg Weissenstein vorwärts machen. Dies forderte der Solothurner FDP-Politiker Rolf Büttiker am Dienstag im Ständerat. Ihm ist vor allem das Bundesamt für Kultur ein Dorn im Auge.

«Das Bundesamt für Kultur will auf Umwegen den Erhalt der alten Bahn erreichen. Der Bundesrat soll diesem Tun unverzüglich Einhalt gebieten», sagte Büttiker bei der Behandlung seiner Interpellation in der kleinen Kammer.

Die Bundesämter würden immer noch über die Frage «alte oder neue Seilbahn» streiten, hiess es in einer Interpellation Büttikers. Dabei sei der kantonale Richtplan, der den Ersatz der historischen Seilbahn vorsieht, vom Bundesrat genehmigt worden.

Bundesrätin Doris Leuthard äusserte sich inhaltlich nicht zu Büttikers Interpellation. Der Bundesrat hatte seine schriftliche Antwort bereits Anfang November gegeben.

Gondelbahn kontra Erhalt der Sesselbahn

Der Schweizer Heimatschutz (SHS) und die Organisation «Pro Sesseli» kämpfen für den Erhalt der alten Bahn. Sie möchten zusammen mit der Stiftung historische Seilbahn Weissenstein die Anlage sanieren und weiterbetreiben.

Das Seilziehen um die Bahn lässt in der Region die Emotionen hochgehen. Im vergangenen März hatte der Bundesrat die Anpassung des Richtplans für den Weissenstein genehmigt und Auflagen gemacht.

Die Betreiberin Seilbahn Weissenstein AG überarbeitete das Projekt darauf teilweise. Das Gesuch für die Konzession der geplanten Gondelbahn ist beim Bund hängig. (sda)

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