Ständerat: Verbot für Ferkelkastration ohne Betäubung
Aktualisiert

Ständerat: Verbot für Ferkelkastration ohne Betäubung

Der Ständerat will die umstrittene Ferkelkastration ohne Betäubung auf Januar 2009 verbieten. Er hofft, dass die Wissenschaft bis dann bessere und weniger schmerzvolle Kastrationsmethoden gefunden hat.

Ist dies nicht der Fall, soll der Bundesrat aber die heute praktizierte betäubungslose Kastration noch um zwei weitere Jahre bis 2011 gestatten können. Ein Antrag von Simonetta Sommaruga (SP/BE), auf diese Verlängerungsmöglichkeit zu verzichten, wurde am Mittwoch vom Rat mit 24 zu zwölf Stimmen abgelehnt. Sommaruga hatte argumentiert, die zusätzliche Sicherheit sei nicht nötig, da bis dann sicher alternative Methoden vorliegen würden. Jeder, der schon einmal bei einer solchen Kastration zugeschaut habe, wolle unbedingt eine alternative Lösung. In der Schweiz werden pro Jahr rund 1,5 Millionen Ferkel kastriert. Damit wird verhindert, dass das Fleisch der Tiere den ungewünschten Ebergeschmack annimmt. (dapd)

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