Ständerat will mehr für den Tourismus ausgeben
Aktualisiert

Ständerat will mehr für den Tourismus ausgeben

Der Ständerat bringt zur Unterstützung von Schweiz Tourismus eine neue Variante ins Spiel.

Die touristische Landeswerbung soll für die Jahre 2005 bis 2007 138 Millionen Franken erhalten. Dies ist pro Jahr immer noch mehr als der Bundesrat geben will, allerdings in einem weniger langen Zeitraum.

Der Antrag der Kommission blieb am Mittwoch im Rat unbestritten. Einzig Bundespräsident Joseph Deiss wandte ein, es sei für die betroffenen Touristiker wichtig, dass sie über einen längeren Zeitraum als nur für drei Jahre planen könnten. Deiss hielt am Antrag des Bundesrates fest, für fünf Jahre 200 Millionen Franken und damit 40 Millionen pro Jahr zu bewilligen. Er unterlag im Rat aber mit 31 zu neun Stimmen. Die Kleine Kammer hielt es für angebracht, vorerst nur Geld für drei Jahre zu sprechen, dafür 46 Millionen pro Jahr. Später könne dann gestützt auf neue Erkenntnisse zur Tourismuswerbung neu diskutiert werden. Bei der ersten Beratung hatte die Kleine Kammer noch 230 Millionen Franken für fünf Jahre bewilligt, was dem heutigen Unterstützungsvolumen plus der Teuerung entspricht. Der Nationalrat hatte wie der Bundesrat 200 Millionen Franken sprechen wollen.

Nichts wissen wollte der Ständerat von einem Auftrag an Schweiz Tourismus, eine Kampagne für die Fussball-Europameisterschaft 2008 zu führen. Dies werde in jedem Fall gemacht, es müsse deshalb nicht mehr festgeschrieben werden, sagte Helen Leumann (FDP/LU). Deiss nutzte die Gelegenheit der Debatte, um einige öffentliche Worte an FIFA-Präsident Sepp Blatter zu richten: Er werde alles tun, um die Euro 2008 in der Schweiz zu ermöglichen. Die Vorlage geht nun zur Differenzbereinigung wieder an den Nationalrat. (dapd)

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