Drama in ZH-Affoltern: «Ständig gingen Frauen ein und aus»
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Drama in ZH-Affoltern«Ständig gingen Frauen ein und aus»

Eine 31-jährige Schweizerin streckt einen brasilianischen Kickboxer in seiner Wohnung mit fünf Schüssen nieder. Ein Nachbar fand den schwer verletzten Mann in seiner Wohnung.

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Am Samstagabend ereignete sich in einer 3,5-Zimmer Wohnung inmitten einer modernen Siedlung in Zürich-Affoltern eine schreckliche Bluttat. Eine 31-jährige Schweizerin streckte den Brasilianer Luis C.* (34) mit mehreren Schüssen nieder. Über die Motive der Täterin kann nur spekuliert werden. Der direkte Nachbar erzählt, wie er die Tat erlebte und reagierte.

«Erst fielen zwei, dann nochmals drei Schüsse. Sekunden später sah ich durch den Spion, wie die mutmassliche Täterin das Treppenhaus hinunter flüchtete», erzählt Roland Steiner (34). Zuvor hatten sich der Tote und eine Schweizerin heftig gestritten. «Als ich durch die Wand erst ein Wimmern vernahm, kurz darauf auch ein Röcheln durch die Wohnungstür, reagierte ich», so Steiner.

Jegliche Reanimationsversuche vergeblich

Als er die Wohnung betrat, bot sich ihm ein Bild des Schreckens: Luis C. lag zwischen Flur und Küche auf dem Rücken, splitternackt und mit Einschusslöchern in Brustkorb, Hüfte und rechtem Bein. Sein Puls war schwach, seine Augen verdreht. Sämtliche Reanimationsversuche waren vergeblich. Das Opfer verstarb noch am Tatort, wie die Stadtpolizei Zürich bestätigt. Die mutmassliche Täterin konnte sie wenige Meter vom Wohnhaus entfernt festnehmen.

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Ein frivoles Liebesleben

Der 1.90-Meter grosse Hüne Luis C. arbeitete als Türsteher und Securitas. In seiner Freizeit stieg er als Amateur-Kickboxer in den Ring. Seine Ex-Frau habe der Vater eines zweijährigen Sohnes vor rund zwei Jahren aus der Wohnung geschmissen, erzählen Nachbarn. Zudem schien er ein sehr aktives Liebesleben geführt zu haben. «Ständig gingen junge hübsche Frauen ein und aus», sagt Hausabwartin Angela Vasapollo. Auch sie habe von ihm ein unmoralisches Angebot erhalten. Einmal habe Luis ausserdem mit blossen Fäusten mehrere Dellen in die Wand geschlagen und eine Tür demoliert.

Jetzt ermittelt die Zürcher Staatsanwaltschaft.

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