SVP-Nationalrat: Stamm lief mit 1 Mio Euro Falschgeld ins Bundeshaus
Publiziert

SVP-NationalratStamm lief mit 1 Mio Euro Falschgeld ins Bundeshaus

Die Debatte um Luzi Stamm reisst nicht ab. Nun wurde publik, dass der SVP-Nationalrat nebst Kokain auch schon gefälschte Banknoten mit sich trug.

von
kat
1 / 5
Während der Wintersession 2018 fiel Nationalrat Luzi Stamm mit einem Koffer auf. Der SVP-Mann gab gegenüber Tele M1 zu, darin 1 Million Euro Falschgeld aufbewahrt zu haben. (Archivbild)

Während der Wintersession 2018 fiel Nationalrat Luzi Stamm mit einem Koffer auf. Der SVP-Mann gab gegenüber Tele M1 zu, darin 1 Million Euro Falschgeld aufbewahrt zu haben. (Archivbild)

Keystone/Peter Klaunzer
Anfang März 2019 war bekannt geworden, dass Stamm einem Dealer in Bern Kokain abgekauft hatte.

Anfang März 2019 war bekannt geworden, dass Stamm einem Dealer in Bern Kokain abgekauft hatte.

Keystone/Peter Schneider
Am nächsten Tag liess er die Polizei ins Bundeshaus beordern, übergab ihr das Säckchen und verpfiff den Dealer.

Am nächsten Tag liess er die Polizei ins Bundeshaus beordern, übergab ihr das Säckchen und verpfiff den Dealer.

Keystone/Dedmityay

Diese Woche geriet SVP-Nationalrat Luzi Stamm mit seinem Kokain-Kauf in der Berner Altstadt in die Schlagzeilen. Nun hat er gegenüber «Tele M1» auch zugegeben, mit 1 Million Euro Falschgeld ins Bundeshaus gelaufen zu sein.

Zuvor hatten mehrere Quellen dem Sender mitgeteilt, dass Stamm ihnen während der Wintersession im vergangenen Dezember aufgefallen sei. Das Geld hatte er in einem Koffer aufbewahrt.

«Dem Naturell entsprechend gehandelt»

Es handle sich um den Betrugsfall eines Klienten, sagt Stamm. Er habe das Geld «seinem Naturell entsprechend» von Spezialisten prüfen lassen wollen. Mehr zu dem Vorfall könne er aufgrund des Anwaltsgeheimnisses nicht preisgeben. Ob seine Handlung Konsequenzen hatte, ist nicht bekannt.

Unklar ist zudem, welches Nachspiel die Kokain-Aktion für den Aargauer Parlamentarier haben wird. Auch wenn er das Säckchen der Polizei übergeben hat und nach eigenen Angaben damit einen Dealer überführen wollte: Nicht nur der Kauf, sondern auch der Besitz von Drogen ist strafbar. Laut Gesetz könnten Stamm damit bis zu drei Jahre Gefängnis drohen.

Deine Meinung