Aktualisiert

Stammesführer in Nadschaf rufen zu Ende der Gewalt auf

Stammesführer in der von US-Truppen umstellten irakischen Stadt Nadschaf haben die Widerstandskämpfer zu einem Ende der Gewalt aufgerufen.

«Wir bitten euch im Namen des Islam, die Heiligkeit der Stadt zu wahren», wandten sie sich vor allem an bewaffnete Anhänger des radikalen schiitischen Predigers Muktada el Sadr. Die Erklärung war von 25 Stammesführern unterzeichnet.

Bei Gefechten zwischen Widerstandskämpfern und US-Soldaten in Falludscha wurden am Mittwoch mindestens 20 Aufständische getötet. Zunächst war von neun Toten berichtet worden, die US-Streitkräfte korrigierten am Abend aber die Zahl nach oben. Die gewaltsame Auseinandersetzung habe rund vier Stunden angehalten, berichtete Oberstleutnant Brennan Byrne. Die US-Marineinfanteristen hätten Hubschrauber und Kampfjets eingesetzt.

Der Militäreinsatz in Irak kostet nach den Worten von US-Generalstabschef Richard Myers wegen der anhaltenden Kämpfe mehr als erwartet. Aus dem Weissen Haus hiess es, möglicherweise werde die Regierung noch vor Ende des Jahres mehr Geld beantragen.

Eine erste Überschlagsschätzung habe ergeben, dass die Entscheidung, 20.000 Soldaten 90 Tage länger in Irak zu belassen, rund 700 Millionen Dollar kosten werde, sagte Myers am Mittwoch vor dem Streitkräfteausschuss des Repräsentantenhauses. Derzeit werde geprüft, ob Geld aus anderen Pentagon-Bereichen umgeschichtet werden könne. Präsidentensprecher Scott McClellan sagte, das Pentagon habe der Regierung versichert, dass die bereitgestellten Mittel mehr als ausreichend seien. Aber die Frage werde ständig überprüft. (dapd)

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