Aktualisiert 03.11.2014 19:44

ATP-FinalsStan und Roger gehen sich aus dem Weg – vorerst

Die Schweizer treffen in London (noch) nicht aufeinander. Wawrinka bekommt es in den Gruppenspielen mit Djokovic zu tun, Federer mit seinem Paris-Bezwinger Raonic.

Fussballer sagen es oft und gerne: Einfache Gruppen gibt es nicht. Auf die ATP-World-Tour-Finals, das Saisonfinale der weltbesten Tennisspieler in London ab Sonntag, trifft das definitiv zu. Auch wenn mit Rafael Nadal einer der unbequemsten Gegner fehlt. Der Spanier hat seine Saison vorzeitig beendet, liess sich am Montag in Barcelona am Blinddarm operieren und kann das Spital wohl schon am Dienstag wieder verlassen, wie sein Management mitteilte.

Roger Federer erhält gleich bei erster Gelegenheit die Chance zur Revanche gegen Milos Raonic, der ihm in den Viertelfinals des Turniers in Paris-Bercy vergangene Woche eine bittere Niederlage zugefügt und damit seine Ambitionen auf die Nummer 1 arg kompromittiert hat. Der aufschlagstarke Kanadier wurde für das Jahresend-Turnier der besten acht Spieler in die gleiche Gruppe wie der 33-jährige Basler gelost.

Gute Jahresbilanz gegen Murray

Federers weitere Gegner sind ebenfalls unangenehm. Gegen den Briten Andy Murray steht es in den Direktduellen 11:11, in diesem Jahr hat der sechsfache Masters-Champion aber am Australian Open und in Cincinnati beide Male triumphiert und den Schotten auch in den bisher drei Partien in der Londoner O2 Arena bezwungen. Gegen den Japaner Nishikori verlor er dieses Jahr in Miami in den Viertelfinals, revanchierte sich aber auf dem Weg zum Titel beim Rasenturnier in Halle.

Stan Wawrinka findet sich zwar in derselben Gruppe wie der Topfavorit und die Nummer 1 Novak Djokovic wieder, trifft aber sonst auf Gegner, die ihm liegen. Gegen den Tschechen Tomas Berdych (Head-to-Head 9:5) hat er die letzten vier Duelle gewonnen, darunter vor einem Jahr an den ATP-Finals und in diesem Jahr im Halbfinal des Australian Open.

Noch deutlicher führt er gegen US-Open-Champion Marin Cilic (7:2). Die letzten drei Partien gegen den Kroaten hat der 29-jährige Waadtländer für sich entschieden. Einzig gegen Djokovic ist die Bilanz negativ (3:15). Die jüngsten Erinnerungen sind aber dennoch positiv. Auf dem Weg zum Titel am Australian Open gewann Wawrinka gegen den Serben 9:7 im fünften Satz.

Gruppe A. Novak Djokovic (Ser/1), Stan Wawrinka (Sz/3), Tomas Berdych (Tsch/6), Marin Cilic (Kro/8).

Gruppe B: Roger Federer (Sz/2), Kei Nishikori (Jap/4), Andy Murray (Gb/5), Milos Raonic (Ka/7). (si)

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